Andreas Rebers: „Amen“

Empfohlen
0

Wenn ein Kabarett-Halbgott Andreas Rebers zum 3satfestival kommt, wird der Mainzer Lerchenberg zum Satire-Olymp – „Amen“. Kurz nach der Bundestagswahl verliert sich Andreas Rebers nicht in kleinlichen Analysen, sondern widmet sich den ganz großen Fragen des Lebens: „Woran kann man heute noch glauben?“ „Wem darf man noch glauben?“ „Und schadet zu viel Wissen dem Glauben an das Gute?“

Andreas Rebers ist ein streitbarer Geist, der sich mit den scharfen Waffen der Satire gegen religiöse Dogmen, Doofheit und politische Manipulation zur Wehr setzt und Dinge benennt, die eigentlich niemand hören will. Wer auf moralischen Ablasshandel hofft, der ist bei „Reverend Rebers“ fehl am Platze: ein simples Weltbild von Gut und Böse, Rechts und Links, Richtig und Falsch verweigert er. Seine Satire ist überparteilich, es kann jeden treffen, der es verdient hat. Mal bitterböse und mal versöhnlich, mal ernsthaft und mal albern, vielschichtig und absurd wie das Leben selbst.

Nach „Predigt erledigt“ und „Rebers muss man mögen“ bildet „Amen“ den vorläufigen Abschluss einer Trilogie des Glaubens. Das letzte Wort ist damit längst nicht gesprochen; dem Satiriker sind die richtigen Fragen viel wichtiger als Antworten, die nie die ganze Wahrheit erfassen. Wer sich auf die Gedankenwelt des Andreas Rebers einlässt, darf sich auf einen ebenso unterhaltsamen wie anregenden Abend freuen: Lachen ist erlaubt, Mitdenken erwünscht, Widerspruch nicht ausgeschlossen. Bloß nicht zu allem Ja und Amen sagen.

Andreas Rebers: „Amen“ | 3satfestival 2017 Kabarett & Comedy im 3sat-Zelt vom 25. September 2017



„Auch die Bretter, die mancher vor dem Kopf trägt, können die Welt bedeuten.“
(Werner Finck; * 2. Mai 1902; † 31. Juli 1978)
Spinnerte Videos:
Die besten Video-Clips
von YouTube und Co.

Die beliebtesten Videos der letzten 100 Jahre (Kabarett)

Folgt uns