MrSpinnert von MrSpinnert, vor 2 Monaten
quer vom 15.10.2020

quer vom 15.10.2020 mit Christoph Süß und den Themen:

Krieg hinterm Gartenzaun: Anwohner gegen Panzerteststrecke
Die Anwohner der Waldkolonie in München-Allach haben sehr spezielle Nachbarn. Sie heißen Leopard, Puma, Gepard und sie sind nicht zu überhören. Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann betreibt dort seit den 60er Jahren eine Testanlage für Panzer. Derzeit läuft ein Genehmigungsverfahren zum weiteren Betrieb. Anwohner und Grüne sind der Ansicht, die Teststrecke sei zu laut, um mit dem Immissionsschutz vereinbar zu sein. SPD-Oberbürgermeister Reiter will den „Nachbarschaftskrieg“ durch verkürzte Betriebszeiten beilegen. Doch ist ein friedliches Miteinander von Mensch und Panzer überhaupt möglich?

Feiern, bis der Arzt kommt? Eigenverantwortung in Coronazeiten
Es gibt immer mehr Corona-Hotspots in Bayern, und immer häufiger sind Feiern die Auslöser. Beispiel Baierbrunn im Landkreis München: 3.500 Einwohner, 150 Familien in Quarantäne. Zahlreiche Kinder, die nicht in Schule und Kindergarten dürfen. Als ursächlich gilt eine Hochzeit, an der knapp 60 Personen teilgenommen hatten. Auch das niederbayerische Regen ist Hotspot. Zuvor hatten mehrere Privatfeiern stattgefunden. In beiden Fällen fanden die Feiern im Rahmen der geltenden Coronaregeln statt. Dennoch haben die Regeln einen Ausbruch der Krankheit nicht verhindert. Ist es an der Zeit, das Feiern zu verbieten, um andere Einschränkungen zu vermeiden?

Begehrtes Frankenjuwel: Investorenstreit am Brombachsee
Am Brombachsee im fränkischen Seenland ist ein Investoren-Streit entbrannt. Schauplatz ist ein 150 Hektar großes ehemaliges Militärgelände in Langlau. Beim Bieterverfahren ging der Konzern „Center Parcs“ als Sieger hervor, der dort ein Feriendorf errichten möchte. Eine Bürgerinitiative befürchtet nun, dass die Region von Touristen überrannt werden wird. Auch müssten große Teile des Waldes für die Ferienanlage gerodet werden. Mitbewerber ist ein Investor aus Mittelfranken, der aus den vorhandenen Bunkern auf dem Gelände Hochsicherheitslager für seltene Erden und Metalle machen will. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen fürs fränkische Seenland.

Grünland-Paradox: Bauern müssen Weidewiesen umpflügen.
Kühe, die auf Wiesen weiden – so wünschen es sich die meisten Verbraucher. Und auch die EU will mehr Grünland. Doch die Gesetze, die eigentlich Wiesen fördern sollen, legen Bauern, die auf Weidehaltung setzen, unnötig Steine in den Weg. Denn: Wächst auf einer Ackerfläche mehr als fünf Jahre lang Gras, verliert sie ihren Ackerstatus und wird zu Dauergrünland. Für die Bauern ein Wertverlust. Einziger Ausweg: Alle fünf Jahre die Weide umpflügen. Das aber zerstört die Humusschicht, setzt Nitrat und CO2 frei, bei Starkregen droht Bodenerosion. So untergräbt, im wahren Sinn des Wortes, ein Gesetz genau das, was es eigentlich bewahren will …

Fluch der Wildnis? Wie der Wolf das Priental in Aufruhr versetzt
Am Sonntag wurde er erstmals im oberbayerischen Priental gesichtet: ein Wolf. Bei vielen Bewohnern der Gegend um Aschau herrscht Alarmstimmung. Eine Herde Kühe ist vergangene Woche bereits zwei Mal ausgebrochen, lief panisch durch den Straßenverkehr. Bergbauern fürchten um ihre Kühe und Schafe, sehen gar ihre Almwirtschaft in Gefahr – angesichts eines frei laufenden Raubtiers. Bleibt die Frage: Kann eine Co-Existenz von Mensch und Wolf gelingen im dicht besiedelten Bayern?

quer mit Christoph Süß – Ganze Sendung vom 15.10.2020

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