MrSpinnert von MrSpinnert, 3 Wochen her
Putzkolonnen der Natur

Opossums, Ameisen, Füchse und Geier sind die heimlichen Helden, die Berge von Abfall wegräumen, ohne dass die Menschen es überhaupt merken. Zahlreiche Forscherteams untersuchen das Leben dieser tierischen Helfer und räumen mit Vorurteilen auf. Und sie zeigen, wie sich die Tiere an das urbane Leben angepasst haben.

In New York besuchen jedes Jahr Millionen Touristen den Times Square. Nur wenige bemerken die kleinen Mitläufer am Boden. Auf die acht Millionen Einwohner der Metropole kommen geschätzt 16 Milliarden Ameisen. Kein Wunder, dass es da Konflikte gibt. Während Schädlingsbekämpfer in New York ein gutes Geschäft machen, entdecken Insektenforscher und Stadtökologen zunehmend, welchen großen Nutzen die Menschen von den Ameisen haben: Sie entsorgen massenhaft die Abfälle der Großstadt und reduzieren damit die Futterquelle der Ratten, die im Gegensatz zu Ameisen Krankheiten übertragen können. Geier haben einen noch schlechteren Ruf als Ameisen. Schweben Geier in der Luft, sind die Leichen nicht weit. Aber wird das verwesende Aas nicht von Geiern beseitigt, stellt es eine Gefahr für viele andere Lebewesen dar. Denn nicht nur, dass Geier quasi alles verdauen können, sie stecken sich auch nicht mit Krankheiten an. Sogar ihre Ausscheidungen sind frei von Erregern. So sind sie in der Lage, ihre Umgebung zu "neutralisieren". Aber nicht nur Ameisen und Geier sind die Helden dieser Dokumentation. Auch in Opossums, Füchsen und sogar in Bakterien schlummern erstaunliche Talente. Zahlreiche Forscherteams untersuchen das Leben dieser Helfer und räumen mit Vorurteilen auf. Sie zeigen, wie sich die Tiere an das urbane Leben angepasst haben, wie die Menschen von ihnen profitieren und was man unternehmen kann, damit diese friedliche Koexistenz auch in Zukunft eine Chance hat.

Dokumentation von Robin Bicknell (CDN 2020, 53 Min)

Putzkolonnen der Natur | Doku | ARTE