Oliver Kahn und die Dinge des Lebens

Weltmeister werden im eigenen Land – das sollte der Höhepunkt der Fußballkarriere des Oliver Kahn werden. Lange stand er selbst im Schatten großer Vorgänger, musste gerade in der Nationalmannschaft viele Jahre auf der Ersatzbank Platz nehmen. Disziplin und Ausdauer – neben seinem Talent – brachten ihn aber schließlich nach oben. Doch kurz vor der WM entschied sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann gegen ihn und für seinen Konkurrenten Jens Lehmann. In dem filmischen Porträt, das noch vor der Entscheidung Jürgen Klinsmanns entstand, begegnet der Zuschauer einem “King Kahn”, wie man ihn kaum kennengelernt hat. In Gesprächen über einen längeren Zeitraum äußert er sich zu vielen Themen: zu seinem Weg nach oben, seinem grenzenlosen Ehrgeiz, zur Stellung des Fußballspielers in der Unterhaltungsindustrie sowie zu seinem Verhältnis zu den Fans und zu den Frauen. Dabei konfrontiert der Autor Kahn auch mit den Widersprüchen seiner extremen Sportlerexistenz, mit unangenehmen Fragen, wie dem Beginn seiner eigenen Karriere, als er einen früheren Stammtorwart verdrängen musste, aber auch mit Rilkes berühmtem Gedicht “Der Panther” – einer Metapher für Kahns Situation? Auch die Fans kommen zu Wort mit ihren leidenschaftlichen und nicht immer sachlichen Kommentaren, und in der Montage treten sie in einen vermeintlichen Dialog mit Oliver Kahn. Oliver Kahn und die Dinge des Lebens
vor 7 Jahren
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„Nichts wird gut und vollkommen sein, bevor die Menschen gut und vollkommen sind.“
(Thomas Morus; 7. Februar 1478; † 6. Juli 1535)