Ulrich Roski – Lutz From The Woods

Ulrich Roski – Lutz From The Woods

Ich leb’ im Wald so für mich hin
Und das ist gut so, denn ich bin
Im wahrsten Sinn des Worts ein Wald- und Wiesenmensch
Ich leb’ im Dickicht und Gehölz
Und trage einen derben Pelz
Ich brauche keine Farm und keine Ranch
Wandelnd in des Vaters Stapfen
Handle ich mit Tannenzapfen
Meine Kiepen bleiben niemals leer
Auf dem Marktplatz steh’ ich dann
Und bring’ die Zapfen an den Mann
Und die Straßenlümmel schrei’n mir hinterher

They call me „Lutz from the Woods“
Ich bin zottig und voll Schmutz
Leb’ von Hirse und Salat
Wie ein Schrat

Vor dem Gartenhaus beim Küster
Hör’ ich manchmal ein Geflüster
Dann kommt seine Tochter raus und ich werd’ weich
Sie sagt mir, ich sei niedlich
Denn sie weiß ja, ich bin friedlich
Und nannte mich schon oft den ’Zapfenscheich’
Komm ich mit meinen Kiepen hin
Sagt sie, dass ich zum piepen bin
Das weiß ich, und das ist mir auch nicht neu
Doch pflanz’ ich mir auch eine Birke ins Knie
Auf diese Art von Frauen wirke ich nie
Sie ist zu raffiniert und ich zu scheu

They call me „Lutz from the Woods“
Doch dieser Name ist nur Putz
Mein Wohnsitz ist der Forst
Und ich heiße Horst

Die begehrte Frucht der Kiefern
Hatt’ ich an den Zoo zu liefern
Man braucht sie dort zur Backenhörnchenmast
Leider war ich ziemlich spät hier
Ging zu hastig durch die Drehtür
Und blieb stecken mit den Kiepen auf dem Ast
Von dort befreite mich ein Wärter
Fand’ ich nett, aber dann sperrt er
Mich gleich ein, weil er geglaubt hat, ich sei wild
Zwischen Büffeln und Giraffen
Kann das Volk mich nun begaffen
Und neben meinem Käfig hängt ein Schild:

„Lutz from the Woods
Steht unter Denkmalsschutz
Er ist ein Yeti oder Troll“
Das klingt ja toll
Nennt mich Horst, nennt mich Lutz
But let me go back to the woods
Ich werd’ des Lebens hier nicht froh
In diesem Zoo

 

 

vor 48 Jahren
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„Die Menschen sollen nicht Herren und Knechte sein, denn alle Menschen sind zur Freiheit geboren.“
(Abraham Lincoln; * 12. Februar 1809; † 15. April 1865)