Abdelkarim: Staatsfreund Nr. 1

Abdelkarim kann selbst nicht sagen, ob er ein deutscher Marokkaner oder ein marokkanischer Deutscher ist. Deshalb antwortet er mit dem zynischen Hinweis er sei wahrscheinlich „ein Deutscher, gefangen im Körper eines Grabschers“.

Der in Deutschland geborene Sohn marokkanischer Eltern spricht in seiner Show über alles, was er erlebt. So erzählt er Geschichten aus dem Alltag, greift aber auch tagesaktuelle und gesellschaftliche Themen auf.

Da berichtet er aus seiner Kindheit, Jugend und Familie, lässt immer wieder seinen Kumpel Ali als Figur auftauchen, vergnügt mit gängigen Klischees zu Geflüchteten und Migranten, macht aber auch keinen Bogen um politisch heikle Themen wie Personenkontrollen nach dem Racial Profiling-Muster.

Der Mann, der in Bielefeld geboren wurde und dort auch aufgewachsen ist, aber immer noch keinen deutschen Pass hat, präsentiert in seinem Programm auch Geschichten aus dem Alltag einer marokkanischen Einwandererfamilie. Abdelkarim staunt auch über die Besonderheiten deutscher Kultur und Sprache. So habe er lange geglaubt, der Schrebergarten hieße „Strebergarten“.

Dieses Spiel mit Vorurteilen und Einschätzungen macht seinen Auftritt so spannend und entlarvend für den Umgang miteinander.

  • Geboren 6. Oktober 1981, als Sohn marokkanischer Einwanderer
  • Geburtstadt Bielefeld, lebt heute in Duisburg
  • seit 2007 Comedyauftritte
  • 2011: Gewinner des Jurypreises Das große Kleinkunstfestival der Wühlmäuse
  • 2012: Hölzerner Stuttgarter Besen
  • 2015: Bayerischer Kabarettpreis in der Sparte Senkrechtstarter
  • seit 2009 diverse TV-Auftritte, darunter „Die Anstalt“ und „heute-show“

Abdelkarim: Staatsfreund Nr. 1 | 22.09.2019 | 3satFestival 2019 | Aufzeichnung am 15. September 2019

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„Es ist die allerhöchste Eisenbahn, die Zeit is schon vor drei Stunden anjekommen.“
(Adolf Glaßbrenner; * 27. März 1810; † 25. September 1876)