Mitternachtsspitzen Classics vom 23.03.2020

Mitternachtsspitzen Classics vom 23.03.2020 mit Jürgen Becker, Wilfried Schmickler, Herbert Knebel, Frank Lüdecke, Erwin Pelzig und Florian Schroeder.

  • Die Anregungen für seine Programme holt sich Frank Lüdecke als aufmerksamer Betrachter „bei ganz normalen Kontakten, vielleicht im Restaurant, beim Einkaufen oder beim Spazierengehen“. All diese Erfahrungen flossen auch in sein fünftes Soloprogramm „Verwilderung“ ein. Über die satirische Gesellschaftsbeschreibung des Berliners schreibt die Süddeutsche Zeitung: „Es macht auch deshalb großen Spaß, all dem zuzuhören und zuzusehen, denn Lüdeckes immer leicht linkischer, spitzbübischer Habitus ist an sich schon komisch – weil er nicht nur lustig und intelligent, sondern im Kern eben auch wahrhaftig ist.“
  • Im wirklichen Leben heißt er Frank-Markus Barwasser. Doch die Auszeichnung „Unterhaltungsjournalist des Jahres 2008“ bekam der Kabarettist, Journalist und Filmemacher für seine satirisch-kabarettistische Talkshow „Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich“ im BR und der ARD. Und da tritt er als Kunstfigur Erwin Pelzig auf: hellbraunes Feincordhütchen, lederne Herrenhandtasche, rot-weiß-kariertes Hemd unterm Trachtenjanker – ebenso spießig wie moralisch. Die Sendung sei, so die Jury des „Medium Magazins“, „ein ebenso unterhaltsamer wie provozierender und dadurch oft ungewöhnlich informativer Contrapunkt zu den sonst üblichen Talkshow-Formaten im deutschen Fernsehen.“
  • In seinem zweiten Programm „Du willst es doch auch!“ rechnet Florian Schroeder sowohl mit hohlen Politikerphrasen als auch mit romantischen Familienidealen ab – witzig, frech, sympathisch und hochintelligent. Die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy sind fließend; die Unterscheidung findet das bekennende Mitglied der Generation IMM (= Irgendwas mit Medien) ohnehin „viel zu spießig und sehr deutsch“. Die Markenzeichen des knapp 30-Jährigen: ein breites Repertoire an Promi-Parodien und die Fähigkeit, auf das Publikum einzugehen.

Mitternachtsspitzen Classics vom 23.03.2020 | Aus dem Alten Wartesaal in Köln | WDR

vor 3 Monaten
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„Ein schlechter Lehrer bietet die Wahrheit an, doch der gute lehrt, wie man sie findet.“
(Adolph Diesterweg; * 29. Oktober 1790; † 7. Juli 1866)