Elite-Hochschulen Europas – Die Pariser ENS

Die „École Normale Supérieure“ wurde während der Französischen Revolution für die Ausbildung der Lehrkräfte und Eliten der Republik gegründet. Ab dem frühen 20. Jahrhundert wurde die Hochschule zum Zentrum des geistigen und wissenschaftlichen Lebens in Frankreich. Die Dokumentation schaut hinter die Fassade der Elite-Hochschule, in der noch heute ein revolutionärer Geist weht.

Seit der Revolution wird in der Rue d’Ulm im Herzen des Pariser Quartier Latin groß gedacht. Philosophen, Mathematiker, Linguisten und nicht zuletzt künftige Staatsoberhäupter haben hinter den Mauern der Pariser ENS Bücher gewälzt und Prüfungen abgelegt. Sartre lebte hier den Existenzialismus, Lacan referierte leidenschaftlich über die Psychoanalyse. Strukturalisten, Semiologen und (Sprach-)Philosophen träumten hier von einem neuen philosophischen System. Ein gutes Dutzend Nobelpreisträger darf die ENS zu ihren Schulabgängern zählen.
Es ist der Ort, an dem (hochtrabende) Träume fliegen lernen und Frankreichs intellektuelle Elite geformt wird. Und doch wohnt hinter der braven Fassade der französischen Elite-Hochschule ein revolutionärer Geist. Von der Republik gefördert, werden die Studenten nicht selten zu deren schärfsten Kritikern. Maoismus, Leninismus und Marxismus finden hier ihre Fürsprecher.
Die Dokumentation wirft einen Blick hinter die ehrwürdigen Mauern dieser intellektuellen Kaderschmiede.

Dokumentation von Antoine de Gaudemar und Mathilde Damoisel (F 2016, 55 Min)

Elite-Hochschulen Europas – Die Pariser ENS | Doku | ARTE

 

 

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„Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.“
(Albert Camus; * 7. November 1913; † 4. Januar 1960)