quer vom 11.04.2019

Kritik und Satire in quer vom 11.04.2019 mit Christoph Süß und den Themen:

  • Empfangs-Verhütung: Graswang will Funkloch bleiben
    Während halb Deutschland über Funklöcher schimpft, will man im oberbayerischen Graswang genau das: Funkloch bleiben! Die Mehrheit der Bewohner wehrt sich gegen Mobilfunkmasten und LTE-Ausbau. Und den meisten geht es gar nicht um eine zu hohe Strahlenbelastung, sondern vielmehr um die ständige Handynutzung an sich. Aber während fast ganz Graswang aufbegehrt, könnte ein Anwohner sein Grundstück für den Mast zur Verfügung stellen. Das lustige Masten-Fasten entwickelt sich zum Graswanger Mastenstreit.
  • Erfolgs-Begehren: Ja zur Artenvielfalt – aber wie?
    Das Volksbegehren zum Artenschutz war ein so großer Erfolg, dass selbst das bayerische Kabinett jetzt beschlossen hat, die Forderungen komplett zu übernehmen. Doch vielerorts wird die Aufbruchstimmung schon wieder gedämpft. Denn die konkrete Umsetzung ist oft schwieriger als gedacht. Was, wenn man einen Schädling bekämpft, damit aber auch andere Insekten tötet? Oder Laternenlicht! Schadet Insekten, sorgt aber nachts für mehr Sicherheit. Und muss man wirklich alle Insekten schützen, also auch … Stechmücken?
  • Altlasten-Belastung: Ruinieren frühere Müllhalden Grundbesitzer?
    Egal ob Blechdose, Glasflasche oder Bauschutt – bevor in den 70er Jahren regelmäßig die Müllabfuhr kam, entsorgten viele Dörfer und Gemeinden ihren Abfall in „wilden“ Müllkippen. Rund 10.600 solcher Altablagerungen schlummern noch heute im bayerischen Boden. Oft müssen sie dann zu hohen Kosten beprobt und saniert werden. Doch während Gemeinden dabei auf einen Fonds der Staatsregierung zugreifen können, werden Privateigentümer mit den Altlasten alleine gelassen. Für manche unfreiwilligen Müllhalden-Eigentümer geht es damit um die Existenz.
  • Tempel der Zwietracht: Geplante Säulenhalle erzürnt Pollinger
    Als Maler hat sich Bernd Zimmer international einen Namen gemacht. In seinem Wohnort Polling bei München ist man gerade aber nicht so gut auf ihn zu sprechen. Denn sein neuestes Projekt ist eine riesige Säulenhalle. Gestaltet von 169 Künstlern: Christo, Banksy und Marina Abramovi? sollen darunter sein. Während man bei der Münchner Pinakothek der Moderne begeistert ist, schimpfen die Pollinger über die „größenwahnsinnige Kunst“. Die Säulenhalle soll nämlich auf einem Acker bei Polling gebaut werden.
  • Ladehemmung – setzt die Autoindustrie auf das falsche E-Pferd?
    Die Grünen fordern ein Verbot von Neuzulassungen von Verbrennern bis 2030. Und auch wenn sich die deutschen Autohersteller gegen ein solch ambitioniertes Ziel wehren – rüsten sie sich mit Batteriemodellen für die verbrennerfreie Zukunft. Nachteil: die bisherigen E-Modelle haben eine geringe Reichweite und lange Ladezeiten. Effizienter wären wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenautos. Hyundai und Toyota bauen schon welche. Droht Deutschland einmal mehr den Anschluss zu verlieren?

quer mit Christoph Süß – Ganze Sendung vom 11.04.2019 | BR

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„Man kann keinen Teufel kämmen, der keine Haare hat.“
(Abraham a Sancta Clara; * 2. Juli 1644; † 1. Dezember 1709)