Wanderlied einer Hausfrau

0

Die Berliner Soubrette und Original mit Herz und Schnauze Edith Schollwer mit dem Wanderlied einer Hausfrau.

Der Doktor sagt, dass wir zu wenig wandern
und dass kein Mensch spazieren gehen mag, fidebum.
Wahrscheinlich spricht der Doktor bloß von andern,
denn ich als Hausfrau latsch den ganzen Tag.
Morgen früh schon um halb acht,
hab ich Brötchen aufgebracht.
Danach steht der Gang zu Küche mir bevor,
Dann nehm ich die Zeitung ab
Und dann laufe ich im Trab
Mit den Kaffeetassen durch ´n Korridor-
Ja als Hausfrau ist man ständig auf der Wanderschaft,
Jowiwallerallela, jowiwallerallela.
Täglich mach ich zwanzig Mal mit viel Geklirr
einen Gepäckmarsch mit dem ganzen Essgeschirr.
Darum habe ich als Hausfrau einen Zorn
aufs Wandern, aufs Wandern.
Meine Sohlen haben ne Haut, die ist von Horn,
Denn bin ich hinten, klingelts gerade immer vorn.
Und sind die Kinder endlich in der Schule
Und ist der Mann dann schließlich im Geschäft, fidebum.
Dann sitz ich nicht gemütlich auf'm Stuhle,
Der Hund muss nämlich runter, weil er kläfft.
Darauf hol ich mit dem Netz die Kartoffeln, die Koteletts
Und der Hund führt mich spazieren von Baum zu Baum.
In der Wohnung ist zu tun und anstatt sich auszuruhn,
Galoppier ich mit'm Staubtuch durch'n Raum.
Ja als Hausfrau ist man ständig auf der Wanderschaft.
Jowirallerallala, jowirallerallala.
Mit der letzten Kraft bring ich das Abendbrot
Dann will Max spazieren gehen, doch ich bin halb tot.
Aber sage ich, ich bin habe keinem Mumm
Aufs Wandern, aufs Wandern
Schimpft mein Männeliek nun eh doch nicht so krumm
Denn du sitzt doch hier den ganzen Tag bloß rum.



„Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten.“
(Albert Einstein; * 14. März 1879; † 18. April 1955)
Spinnerte Videos:
Die besten Video-Clips
von YouTube und Co.

Die beliebtesten Videos der letzten 100 Jahre (Musik)

Folgt uns