MrSpinnert von MrSpinnert, 2 Wochen her
Der Krieg endet nicht – Blutiges Erbe

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs hofften vor allem viele Völker Osteuropas auf Freiheit und Eigenständigkeit. Zuvor wurden sie beherrscht von den Großreichen Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn. Aber die neue Friedensordnung sorgte für Chaos: Polen kämpfte gegen Russland, die Ukraine wurde von Russland und Polen besetzt und im Baltikum tobten Kämpfe an vielen Fronten.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs hofften viele Völker Osteuropas auf Freiheit und Selbstbestimmtheit. Sie wurden bis dahin beherrscht von den Großreichen Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn – den Verliererstaaten des Krieges. Doch schon bald zeigte sich: Die kriegerischen Auseinandersetzungen endeten nicht, im Gegenteil. Polen kämpfte gegen Russland um Gebiete, auch im Baltikum herrschte Chaos. Die Dokumentation beschäftigt sich mit den heute noch spürbaren Folgen dieser Konflikte der Nachkriegszeit. Dies wird am deutlichsten in der Ukraine. Die Kämpfe zwischen dem Ostteil und dem Westen des Landes belegen das auf tragische Weise. Nach dem Ersten Weltkrieg war die heutige Ukraine aufgeteilt in Polen und Russland. So entstand eine Untergrundbewegung, die angeführt wurde von einem Mann, der bis heute in der Westukraine als Nationalheld verehrt wird: Stepan Bandera. Als die Nationalsozialisten 1941 die Sowjetunion überfielen, erkannte Bandera eine Chance für sich und seine Unabhängigkeitsbewegung; er und seine Befreiungsarmee kämpften an der Seite der Wehrmacht. Als deutsche Truppen Lemberg in der Westukraine besetzten, kam es zu Pogromen an Juden. Daran sollen auch die ukrainischen Nationalisten von Bandera beteiligt gewesen sein. Seine Person gilt aber heute noch in der Westukraine als Galionsfigur für den Unabhängigkeitskampf. Und so fehlt sein Porträt nicht auf Demonstrationen von Nationalisten, die eins verbindet: der Hass auf Russland.

Dokumentation von Elias von Salomon (D 2020, 53 Min)

Der Krieg endet nicht – Blutiges Erbe | Doku | ARTE