MrSpinnert von MrSpinnert, vor 20 Jahren
Emilia Galotti (2002)

„Emilia Galotti“ in der Inszenierung von Michael Thalheimer aus dem Deutschen Theater Berlin im Jahr 2002 nach dem gleichnamigen Drama von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1772.

Seit seiner ersten zufälligen Begegnung mit der bürgerlichen Emilia Galotti ist der labile und egozentrische Prinz von Guastalla von dem Gedanken besessen, dieses Mädchen zu besitzen. Als er von ihrer unmittelbar bevorstehenden Hochzeit mit dem Grafen Appiani erfährt, gibt er seinem intriganten Kammerherrn Marinelli freie Hand, alles zu tun, um die Heirat zu verhindern. Dieser lässt das Paar auf dem Weg zur Trauung überfallen und Appiani ermorden. Emilia wird zusammen mit ihrer Mutter, Claudia Galotti, auf des Prinzen Schloss in scheinbare Sicherheit gebracht. Durch die Ereignisse völlig verstört, ergibt sie sich zunächst beinahe willenlos in ihr Schicksal. Als sie den wirklichen Sachverhalt erahnt, fürchtet sie um ihr Seelenheil und glaubt, ihre Ehre nur durch den Tod retten zu können. Zwischen Morgen und Nachmittag verkehrt sich auf katastrophale Weise Glück in Unglück, Hoffnung in Verzweiflung, Vernunft in Wahnsinn. Zeitknappheit ist das entscheidende Handlungsmotiv, Zeitgewinn das entscheidende Handlungsziel des Prinzen von Guastalla.

Regisseur Michael Thalheimer hat das Stück auf 80 Minuten gekürzt. Er reduziert, verdichtet und verfeinert seine Inszenierung so lange, bis eine Essenz übrig bleibt. (Sendetext ZDF)

Darsteller:

  • Regine Zimmermann – Emilia Galotti
  • Peter Pagel – Odoardo Galotti, Vater der Emilia
  • Katrin Klein – Claudia Galotti, Mutter der Emilia
  • Sven Lehmann – Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla
  • Ingo Hülsmann – Marinelli, Kammerherr des Prinzen
  • Nina Hoss – Gräfin Orsina
  • Henning Vogt – Graf Appiani