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Bretagne, die raue Schönheit
Bretagne, die raue Schönheit
An der äußersten Spitze der bretonischen Halbinsel liegt das Departement Finistère – übersetzt bedeutet das etwa „Das Ende der Welt“. Es besteht aus einer urwüchsigen Landschaft mit rauer Küste. Der Atlantik mit seinem Artenreichtum sicherte den Fischern lange Zeit ein gutes Auskommen, aber die Bestände gehen immer weiter zurück. Die Einwohner lieben die Bretagne …
Nicolas Chaléa und Nathan Rouleau waren nicht immer Fischer: Der Meeresbiologe und der Kaufmann leben aber leidenschaftlich gern am Meer und nun auch von ihm. Doch das wird immer komplizierter und verlangt den Männern immer ausgefeiltere Techniken und Strategien ab. Mit ihrem Boot, der „Sakana“, sind sie sechs Tage die Woche auf See, oft mehr als 13 Stunden am Tag. Unberechenbar und launisch sei das Meer, sagen sie. Nie wisse man, wo der Fisch ist. Nur mit viel Erfahrung, Können und einer Engelsgeduld gelingt es ihnen, dem begehrten Seebarsch nachzustellen.
Beide stammen aus dem Bigoudenland, einer malerischen Gegend im Département Finistère, die viel Charakter und Tradition besitzt. Und die wird auch gelebt: Der Name des Bigoudenlandes bezieht sich auf den Kopfschmuck, die berühmten Spitzhauben, welche die Frauen hier früher trugen. Sie krönten die spitzenverzierten Trachten bis ins 19. Jahrhundert – und diese Kunst lebt immer noch weiter. Ebenso wie die Musik. Bagads nennen sich die Musikensembles, bestehend aus Blasinstrumenten wie Bombarde und Dudelsack. Dazu kommen viele kleine Trommeln, ganz in der Art schottischer Pfeifenkapellen. Es gibt viel zu entdecken in der Bretagne – der rauen Schönheit am Atlantik.
Bretagne, die raue Schönheit | GEO Reportage | ARTE Family
Reportage von Stéphane Nicolle (D 2020, 52 Min)