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Pandemie-Software Sormas – Schön, aber niemand nutzt sie | Die Anstalt
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Pandemie-Software Sormas – Schön, aber niemand nutzt sie | Die Anstalt
Die Pandemie-Software Sormas soll bei der Eindämmung des Coronavirus helfen.
Unsere Gesundheitsämter können die Software Sormas zur flächendeckenden Kontaktverfolgung einsetzen. Durch Sormas können die Gesundheitsämter automatisch sehen, wo sich Hotspots bilden, Quarantäne verordnen und Symptomverläufe verfolgen. Das Problem: Im Februar 2021 hatten nur ein Drittel der deutschen Gesundheitsämter Sormas installiert.
Das deutsche Helmholtz-Institut hat Sormas mithilfe von Steuergeldern entwickelt. Die Software Sormas ist für Gesundheitsämter und Länder mit schwacher digitaler Infrastruktur gedacht. Die Fiji-Inseln und Nigeria nutzen Sormas bereits erfolgreich.
Nur Deutschland humpelt mal wieder hinterher. Schon im November 2020 hatte Angela Merkel im Bund-Länder-Beschluss angekündigt, Sormas flächendecken einzusetzen. Daraufhin hat das Föderalismus- und Bürokratie-Chaos wieder zugeschlagen. Infektionsschutz ist Sache der Bundesländer. In den Augen der Länder sind die Gesundheitsämter Sache der Kommunen. Die Kommunen wissen nicht, welche Software sie bestellen sollen. Der Grund: Die Bundesregierung hat die Nutzung von Sormas nicht angeordnet, sondern nur dazu aufgerufen.
Pandemie-Software Sormas – Schön, aber niemand nutzt sie | Die Anstalt vom 16.03.2021



