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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 6 Jahren
RebellComedy vom 26.02.2016

RebellComedy vom 26.02.2016 mit Khalid Bounouar, Benaissa Lamroubal, Babak Ghassim und Ususmango.

RebellComedy wäre im Moment eine schöne Abwechslung für ihn, meint Benaissa. Denn wenn er derzeit die Nachrichten im Fernsehen und Radio höre, fühle er sich als Marokkaner stets angesprochen. „Islam“, „Nordafrika“, „Flüchtlinge“, „Arabische Herkunft“ lauteten die Schlagworte, auf allen Sendern. „Dann habe ich das Gefühl: Die jagen mich!“

Es sei ohnehin „vorbei mit den Marokkanern“. „Was ist da passiert in der Silvesternacht?“, fragt Benaissa: „Tausend Marokkaner haben unser Image komplett zerstört. Innerhalb einer Nacht.“ Früher wäre es noch schön gewesen, Marokkaner zu sein. Wenn er nach seiner Herkunft gefragt wurde, hätten die Leute glänzende Augen bekommen, von Marrakesch und Tausend und einer Nacht geschwärmt. „Jetzt denkt man an tausend Marokks in einer Nacht!“

Angesichts der anhaltenden Flüchtlingsdebatte, bei der die verschiedenen Meinungen in der Gesellschaft immer härter aufeinander prallen, kündigt Moderator Khalid dann einen etwas ernsteren Teil der Show an. Die RebellComedians würden die Geschehnisse in der Kölner Silvesternacht natürlich verurteilen, sagt Khalid. Aber etwas dürfe man nie vergessen: „Die Mehrheit der Flüchtlinge fliehen aus Leid, deshalb kommen sie zu uns.“

In beeindruckenden Schilderungen stellen Babak Ghassim und Ususmango die Schicksale zweier Flüchtlinge gegeneinander. Deren Gedanken und Gefühle sind die gleichen, beide klagen über den Verlust ihrer Heimat und die Sehnsucht nach einer baldigen Rückkehr. Nur in einem wesentlichen Punkt unterscheiden sich ihre Lebenswege. (Sendetext WDR)

RebellComedy vom 26. Februar 2016 | Folge 9 (Staffel 2, Folge 6) | WDR