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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 9 Jahren
Nacht fiel über Gotenhafen

Nacht fiel über Gotenhafen ist ein Film von Frank Wisbar aus dem Jahr 1959, der nach einem Tatsachenbericht der Zeitschrift Stern entstand. Der Film ist in der Zeit des Zweiten Weltkriegs angesiedelt und thematisiert die Flucht der deutschen Bevölkerung aus Ostpreußen vor der Roten Armee und die damit verbundene Versenkung des überladenen Flüchtlingsschiffs Wilhelm Gustloff.

Es spielten:

  • Sonja Ziemann: Maria Reiser
  • Gunnar Möller: Kurt Reiser
  • Erik Schumann: Hans Schott
  • Brigitte Horney: Generalin von Reuss
  • Mady Rahl: Edith Marquardt
  • Erich Dunskus: Vater Marquardt
  • Willy Maertens: Vater Reiser
  • Edith Schultze-Westrum: Mutter Reiser
  • Wolfgang Preiss: Dr. Beck
  • Tatjana Iwanow: Meta
  • Christine Mylius: Frau Rauh
  • Aranka Jaenke: Frau Kahle
  • Dietmar Schönherr: Gaston
  • Günter Pfitzmann: Oberleutnant Dankel
  • Erwin Linder: Kapitänleutnant
  • Günther Ungeheuer: Arzt
  • Karl-Heinz Kreienbaum: Funker der Gustloff
  • Carl Lange: Kapitän Zahn
  • Peter Voß: Kapitän Petersen
  • Carla Hagen: Monika
  • Til Kiwe: SS-Offizier
  • Georg Lehn: Herr Pinkoweit
  • Hela Gruel: Frau Pinkoweit
  • Thomas Braut: Leutnant von Fritzen
  • Wolfgang Stumpf: Reese, 1. Offizier der Gustloff
  • Ursula Herwig: Inge
  • Marlene Riphahn: Frau Kubelsky
  • Martin Hirthe: Partygast
  • Horst Frank: Sprecher

Kurz nach Kriegsbeginn heiratet die Rundfunkansagerin Maria ihren Kollegen Kurt Reiser. Sie wohnt, während ihr Ehemann im Krieg ist, bei dessen Eltern. Auf einer Silvesterparty lernt sie den Marineoffizier Hans Schott kennen und wird von ihm schwanger.

Sie weicht zu ihrer Freundin Edith auf ein Gut in Ostpreußen aus, wo sie mit ihrem Kind lebt. Edith wird von Rotarmisten getötet, Kurt kommt seiner Frau und ihrem Kind zu Hilfe. In einem Wagentreck erreicht Maria mit ihrem Kind und tausenden anderen Flüchtlingen Gotenhafen. Hier liegt das überfüllte Lazarett- und Flüchtlingsschiff „Wilhelm Gustloff“. Maria trifft erneut auf ihren inzwischen schwer verwundeten Ehemann.

Mit Schotts Hilfe, der auf dem Schiff Dienst tut, gelangen sie an Bord. In der ersten Nacht auf See wird das Schiff von einem sowjetischen U-Boot versenkt. Marias Kind und die Generalin gehören zu den wenigen Überlebenden.

Wisbar setzt sich in diesem Film mit dem Untergang der Wilhelm Gustloff am 30. Januar 1945 auseinander, die nach einem sowjetischen Torpedoangriff vor der pommerschen Küste (heute Polen) sank und auf der mehr als 9.000 Menschen den Tod fanden. Die Gustloff, als reines Personenschiff konzipiert, hatte den Auftrag, Soldaten und Verwundete von der zusammenbrechenden Ostfront weg in westlichere Gebiete Deutschlands zu bringen. Flüchtlinge wurden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Platzkapazitäten mitgenommen. Völkerrechtlich war die Wilhelm Gustloff ein Truppentransporter. Dass Wisbar diesen Stoff nach Haie und kleine Fische und Hunde, wollt ihr ewig leben bearbeitet hat, zeigt, dass die Darstellung der Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges und nicht die Suche nach Schuldigen im Vordergrund seines Nachkriegsschaffens stand.

Drehorte waren von Herbst 1959 bis Januar 1960 Berlin, Bilshausen, Bremerhaven, Cuxhaven, die Ostseeküste und die Gegend um Helgoland. Das im Film dargestellte ostpreußische Gut ist tatsächlich Schloss Oberzwieselau bei Lindberg im Bayerischen Wald. Die Außenaufnahmen wurden ebenfalls in der Gegend um Frauenau und Lindberg im Bayerischen Wald gemacht. Dabei wurde der Lokschuppen der Zwieselauer Waldbahn mit einigen ausgemusterten gedeckten Güterwagen der DB abgebrannt. Bei den Dreharbeiten nahm Heinz Schön als Überlebender, Fachberater und Drehbuchmitarbeiter teil. Die Uraufführung fand am 25. Februar 1960 in Hannover statt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nacht fiel über Gotenhafen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz der GNU für freie Dokumentation und CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.