Zum Hauptinhalt springen
  772
MrSpinnert vor 6 Jahren
*Gilt auch auf reduzierte Artikel. Gilt nicht auf gekennzeichnete Angebote, Zusatz-Serviceleistungen, Versand- & Speditionsgebühren und bereits getätigte Bestellungen. Keine Barablöse, Kontogutschrift oder Kombination mit anderen Aktionen möglich. Weitere Informationen finden Sie auf quelle.de/rabatt.
CODE: 25581
Clemens Brentano – „Sprich aus der Ferne“

Clemens Brentano – „Sprich aus der Ferne“

Rezitation: Christian Brückner
von der CD „Gelassen stieg die Nacht ans Land“

Text:

Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.

Wenn das Abendrot niedergesunken,
Keine freudige Farbe mehr spricht,
Und die Kränze still leuchtender Funken
Die Nacht um die schattigte Stirne flicht:

Wehet der Sterne
Heiliger Sinn
Leis durch die Ferne
Bis zu mir hin.

Wenn des Mondes still lindernde Tränen
Lösen der Nächte verborgenes Weh;
Dann wehet Friede. In goldenen Kähnen
Schiffen die Geister im himmlischen See.

Glänzender Lieder
Klingender Lauf
Ringelt sich nieder,
Wallet hinauf.

Wenn der Mitternacht heiliges Grauen
Bang durch die dunklen Wälder hinschleicht,
Und die Büsche gar wundersam schauen,
Alles sich finster tiefsinnig bezeugt:

Wandelt im Dunkeln
Freundliches Spiel,
Still Lichter funkeln
Schimmerndes Ziel.

Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,
Bietet sich tröstend und traurend die Hand,
Sind durch die Nächte die Lichter gewunden,
Alles ist ewig im Innern verwandt.

Sprich aus der Ferne
Heimliche Welt,
Die sich so gerne
Zu mir gesellt.

Bilder: Fotocollage