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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 3 Monaten
Dankbarkeit für den eigenen Körper – Zoe Hagen und ihre Kindheit

Zoe Hagen spricht über Diskriminierung und wie ihre Gesundheit darunter gelitten hat.

Die Mutter von Zoe Hagen hat ihr früher immer gesagt, dass sie eine Prinzessin sei. Doch Zoe Hagen war ein dickes Kind mit zu krausem Haar, rundem Bauch und dicken Wangen. Sie selbst sagt, sie sah aus wie ein „kleiner, fetter Buddha“. Das hat dazu geführt, dass Zoe Hagen im zarten Alter von einem Jahr die Hauptattraktion aller Omas im Umkreis von 30 Meilen war. Die Omas kamen von überall, um Zoe Hagen zu betrachten. Zoe Hagens Mutter wollte mit ihrer kleinen dicken Tochter Geld verdienen: Wer Zoe Hagen auf den Arm nehmen wollte, musste eine D-Mark zahlen und wer ihr ein Vanilleeis kaufen wollte, um sich danach drollig zu lachen, wenn sich das fette Baby selbst bekleckert, musste satte vier D-Mark zahlen. Dick zu sein, machte Zoe Hagen nichts aus. Erst als sie älter wurde und feststellen musste, wie die Umwelt auf eine kleine, dicke, farbige Frau reagierte. Zoe Hagen wurde oft gefragt, was sie hier in Deutschland mache. Zoe Hagen lernte schnell, dass die Antwort: „Schnitzel essen“, nicht unbedingt die klügste war. Zoe Hagen wurde immer wieder diskriminiert und angefeindet auf Grund ihrer Hautfarbe. Irgendwann hörte sie deshalb auf zu essen und wurde sehr dünn. So dünn, dass es ihre Gesundheit gefährdete und sich ihre Eltern Sorgen um sie machten …

Dankbarkeit für den eigenen Körper – Zoe Hagen und ihre Kindheit | Pufpaffs Happy Hour vom 06.06.2021