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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 1 Monat
Inga Rumpf – My Life Is A Boogie

Der Rolling Stone nannte Inga Rumpf einmal „Deutschlands einzige Rock-, Soul- und Gospelsängerin von Weltklasseniveau“. In ihrer langen Karriere hat sich Inga „The Voice“ Rumpf als Sängerin der City Preachers, als Jazz-, Blues-, R&B- und Soulinterpretin einen Namen gemacht – vor allem aber als Rocksängerin bei Frumpy und Atlantis, Bands, die in den 1970ern deutsche Rockgeschichte schrieben.

Die musikalische Karriere von Inga Rumpf, die 1946 als zweite Tochter eines Seemanns und einer Schneiderin geboren wurde, beginnt Anfang der 1960er Jahre mit Auftritten in diversen Bluesgruppen im Hamburger Jugendheim von St. Pauli. 1965 hat sie ihren Durchbruch mit der Folk Rock-Truppe City Preachers. Die Musikkritiker schwärmen von Rumpfs „rauchiger“ und „röhrender“ Stimme. Gemeinsam mit Neuzugang Udo Lindenberg an den Drums gestaltet Inga Rumpf, die auf Beat und afroamerikanische Musik steht, die City Preachers um. Nach Lindenbergs Weggang heißt die Band schließlich Frumpy und feiert weiter Erfolge. So wählt der Musikexpress Frumpy zur „besten deutsche Rockgruppe“, die FAZ nennt Inga Rumpf das „größte Individualtalent der deutschen Rockszene“.

Aus Frumpy wird schließlich Atlantis. Es folgen Tourneen durch Großbritannien und die USA mit u.a. Aerosmith und Lynyrd Skynyrd. In Ingas Bands spielen stets hochkarätige Musiker, neben Lindenberg auch Curt Cress, Carsten Bohn, Dieter Bornschlegel und Frank Diez.

1984 covert die große Tina Turner Ingas Song „I Wrote A Letter“. Bei allem Erfolg bleibt Inga Rumpf sich treu und folgt keinen kurzlebigen Trends. Sie doziert an der Hamburger Musikhochschule, arbeitet mit der NDR-Bigband zusammen und sitzt in der Jury für den Gospel Award. 2005 wird ein Traum wahr, als B.B. King Inga & Friends auf seine Abschiedstournee einlädt. 2006 tritt Inga Rumpf mit ihrer Band Inga & Friends im WDR Rockpalast auf. Anlässlich ihres 40-jährigen Bühnenjubiläums schart sie einige Freunde um sich, darunter Atlantis-Mitstreiter Jean-Jaques Kravetz, um in ihrem Programm „Back To The Roots“ die Klassiker aus eben jenen Frumpy- und Atlantis-Zeiten auferstehen zu lassen. Zu ihrem 70. Geburtstag gibt Inga Rumpf ein ausverkauftes Konzert in Hamburg, bei dem zahlreiche Stargäste, unter anderem auch das Panikorchester, zugegen sind.

Inga Rumpf – My Life Is A Boogie | Rockpalast | Doku 2021