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MrSpinnert vor 47 Jahren
Alle meine Mädchen (1979)

„Alle meine Mädchen“ ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1979 von Iris Gusner, die gemeinsam mit Günter Haubold und Gabriele Kotte auch das Drehbuch schrieb.

Ralf Päschke, Regiestudent an der Filmhochschule, will einen Film über eine Frauenbrigade im Berliner Glühlampenwerk NARVA drehen. Die fünf Mädchen um die souveräne Meisterin Boltzin, die er kennenlernt, sind ein ausgezeichnetes Arbeitskollektiv, doch er merkt bald, dass es unter der Oberfläche Probleme und Spannungen gibt. Besonders gegenüber Kerstin existieren Vorbehalte. Sie ist Abiturientin, wegen Diebstahls vorbestraft und zur Bewährung in der Brigade. Zu einer heftigen Auseinandersetzung mit der Meisterin kommt es, als die Mädchen entdecken, dass sie über die Disziplinverstöße der Einzelnen Buch führt. Die Meisterin wird mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Und Kerstin verlässt die Brigade, als Geld verschwindet und man sie der Tat verdächtigt. Auch von Ralf, der Kerstin sehr mag und der Brigade inzwischen fest verbunden ist, wird sie enttäuscht. (Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946–1992)


Der Filmregiestudent Ralf Päschke hat endlich sein erstes eigenes Projekt: Er soll einen Dokumentarfilm über eine Gruppe von fünf jungen Frauen mit deren resoluter Meisterin im Narva-Glühlampenwerk an der Warschauer Straße in Berlin drehen. Von den Mädchen anfänglich neugierig bis belustigt beäugt, gewinnt Ralf allmählich ihr Vertrauen und lernt sie auch persönlich näher kennen. Nach einem kurzen Flirt mit der gewitzten Susi entdeckt Ralf die zurückhaltende Abiturientin Kerstin, die von den anderen ausgegrenzt wird, da sie wegen eines Diebstahls nicht zum Studium zugelassen wurde.

Stattdessen muss sie sich im Betrieb bewähren. Insbesondere die selbstbewusste Anita sucht immer wieder Streit mit Kerstin. So bekommt der erste Anschein von einem perfekten Team bald kleine Risse. Ausgelöst durch ein Interview von Ralf entdecken die jungen Frauen, dass die von ihnen geachtete Meisterin Maria Boltzin genau Buch führt über ihre kleinen beruflichen Verfehlungen. Vor laufender Kamera kommt es zu einer hoch emotionalen Auseinandersetzung, die zum Nervenzusammenbruch der Meisterin führt. Auch die angespannte Situation mit Kerstin wird weiter befeuert, als eines Tages Geld fehlt.

Mit diesem starken Ensemblefilm gelang Regisseurin Iris Gusner das sensibel inszenierte Porträt einer Frauenbrigade und zugleich eine realitätsnahe, gesellschaftskritische Sozialstudie über die Themen Vertrauen und Kollegialität. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, der ehemalige VEB Narva-Gebäudekomplex in Berlin-Friedrichshain heißt heute Oberbaum-City. (Sendetext rbb)

Darsteller:

  • Andrzej Pieczyński – Ralf Päschke (deutscher Sprecher – Henry Hübchen)
  • Lissy Tempelhof – Meisterin Maria Boltzin
  • Monica Bielenstein – Ella
  • Madeleine Lierck – Susi
  • Barbara Schnitzler – Anita
  • Viola Schweizer – Kerstin
  • Evelin Splitt – Gertrud
  • Klaus Piontek – Reinhold
  • Wolfgang Dehler – Lauterbach
  • Fritz Marquardt – Wilhelm Pachnin
  • Heide Kipp – Beate Wicker
  • Jaecki Schwarz – Bruns
  • Carmen-Maja Antoni – Fremde Meisterin
  • Rosemarie Gerber – Die Neue
  • Gertraud Kreißig – Krankenschwester
  • Roland Kuchenbuch – Ober
  • Dirk Jungnickel – Junger Arzt
  • Peter Schaaf – Ralfs Assistent
  • Fritz Pfeiffer – Ralfs Tonmeister
  • Markus Becker – Gertruds Sohn
  • Ingrid Rehberg – Petra