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Bobby Jones: Die Golflegende (2004)
Bobby Jones: Die Golflegende (2004)
„Bobby Jones: Die Golflegende“ (Bobby Jones: Stroke of Genius) ist ein biografisches Sportdrama aus dem Jahr 2004 von Rowdy Herrington. Das Drehbuch schrieben Rowdy Herrington, Bill Pryor und Tony De Paul nach einer Geschichte von Rowdy Herrington und Kim Dawson.
Das emotionale und historische Sportdrama „Bobby Jones – Die Golflegende“ zeichnet das faszinierende Leben von Robert Tyre Jones Jr. nach, der in den 1920er Jahren zu einer der größten Ikonen der Sportgeschichte aufstieg. Die Nacherzählung beginnt in den bescheidenen Anfängen seiner Kindheit in Georgia und folgt seinem unaufhaltsamen Weg an die Weltspitze des Golfsports. Trotz seines überragenden Talents und zahlreicher Angebote weigert sich der perfektionistische Sportler konsequent, seine Seele an den Kommerz zu verkaufen, und behält zeitlebens seinen Status als reiner Amateur bei. Doch der Weg zum Ruhm fordert seinen Tribut: Geplagt von einem leidenschaftlichen, aber oft zerstörerischen Temperament, Versagensängsten und dem erdrückenden Druck der Medien, muss er die Balance zwischen seiner großen sportlichen Leidenschaft, seiner Gesundheit und der Liebe zu seiner Ehefrau Mary finden. Schließlich gipfelt seine Karriere im Jahr 1930 in dem legendären und bis heute unerreichten Gewinn des Grand Slam. Auf dem absoluten Zenit seines Erfolges trifft das Ausnahmetalent eine beispiellose Entscheidung, die seinen Status als unsterbliche Legende endgültig zementiert.
Im Jahr 1936 macht der Golfspieler Bobby Jones auf seiner Reise zu den Olympischen Spielen in Berlin einen Zwischenstopp in Schottland, um den Old Course in St. Andrews zu besuchen. Obwohl er sich Sorgen darüber macht, wie er aufgenommen wird, wird er von vielen Zuschauern herzlich begrüßt, von denen einige ihre Geschäfte für diesen Tag geschlossen haben, um ihm beim Spielen zuzusehen.
Die Szene wechselt nach Atlanta, Georgia, wo der junge Bobby Jones seinem Vater „Colonel“ Jones dabei zusieht, wie dieser – eher schlecht – Golf spielt. Je länger der junge Bobby zusieht, desto mehr eifert er den besseren Spielern nach, die er beobachtet, wie beispielsweise Stewart Maiden, einem aus Schottland stammenden Clubprofi. Mit 14 Jahren gewinnt Jones 1916 die Georgia State Amateur Championship und erreicht im selben Jahr das Viertelfinale der U.S. Amateur. Namhafte Sportjournalisten jener Zeit wie O.B. Keeler und Grantland Rice zeigen großes Interesse an ihm.
Als der Erste Weltkrieg zu Ende geht, nimmt Jones an Wohltätigkeitsturnieren zugunsten der Kriegsopfer teil, zusammen mit mehreren berühmten Golfern wie dem schillernden Walter Hagen, der schließlich zu Bobbys Hauptkonkurrenten auf dem Platz wird. Außerdem besucht er die Georgia Tech, wo er sein Diplom erhält und Mary Malone kennenlernt, die er später heiratet. Trotz seines großen Talents als Golfer hat er ein hitziges Temperament, das sich auf sein Spiel und seinen Ruf auswirkt. Bei seinem ersten Besuch in St. Andrews im Jahr 1921 verlässt Jones nach elf Löchern der dritten Runde den Platz und bringt damit seine Abneigung gegen den Platz zum Ausdruck. Sein Idol Harry Vardon, der im Laufe seiner Karriere die Open Championship sechs Mal gewinnen sollte – ein Rekord –, ermahnt Bobby, niemals aufzugeben, insbesondere nicht in St. Andrews, das er als den großartigsten Golfplatz überhaupt betrachtet.
1923 überwindet Jones schließlich seine Temperamentsprobleme und gewinnt bei den U.S. Open seine erste große Meisterschaft, indem er Bobby Cruickshank im Stechen besiegt. In den folgenden Jahren folgen große Erfolge: Bis 1929 gewinnt Bobby zwei weitere U.S. Open, vier U.S. Amateur-Meisterschaften und zwei Open Championships. Während dieser Zeit besucht Jones das Harvard College und später die Emory University School of Law, wird von Beruf Rechtsanwalt (was der Wunsch seines Großvaters war) und wird nie Profigolfer. Ab 1930 verliert Jones zunehmend das Interesse am Turniergolf. Er teilt Mary mit, sein letztes Ziel sei es, alle vier Majors im selben Jahr zu gewinnen, und danach werde er sich zurückziehen. In jenem Jahr erreicht Jones dieses Ziel und wird damit der erste und bis heute einzige Golfer, der den Kalender-Grand-Slam gewonnen hat. Kurz darauf hält Bobby sein Wort und schockiert die Sportwelt, indem er sich im Alter von nur 28 Jahren aus dem Turniergolf zurückzieht.
Eine Titelkarte verrät, dass Jones auch nach seinem Rücktritt weiterhin einen Beitrag zum Golfsport leisten würde, beispielsweise durch die Gründung des Augusta National Golf Club und des Masters-Turniers. Während des Zweiten Weltkriegs diente er in der US-Luftwaffe. Im Jahr 1948 wurde bei Jones eine Syringomyelie diagnostiziert, die ihn für den Rest seines Lebens bis zu seinem Tod im Jahr 1971 zum Krüppel machte.
Darsteller:
- Jim Caviezel – Robert Tyre „Bobby“ Jones Jr.
- Devon Gearhart – der junge Bobby
- Bubba Lewis – Bobby als Teenager
- Claire Forlani – Mary Malone Jones
- Jeremy Northam – Walter Hagen
- Malcolm McDowell – O.B. Keeler
- Aidan Quinn – Harry Vardon
- Brett Rice – Big Bob Jones
- Connie Ray – Clara Jones
- Dan Albright – Großvater Jones
- Paul Freeman – Angus
- Alistair Begg – Stewart Maiden
- Hilton McRae – Jimmy Maiden
- Elizabeth Omilami – Camilla
- Brian F. Durkin – Perry Adair
- John Shepherd – Bob Woodruff
- Happy Lashelle – Nell Woodruff
- Allen O'Reilly – Grantland Rice
- Robert Pralgo – Reporter
- Wilbur Fitzgerald – Golf-Offizieller mit Megafon
- Matt Lanter – Bobby Jones’ Caddie
- Ian Birse – Der Mann mit der zusammengewachsenen Augenbraue