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MrSpinnert vor 94 Jahren
Das Testament des Dr. Mabuse (1933)

„Das Testament des Dr. Mabuse“ ist ein Kriminalfilm aus dem Jahr 1933 von Fritz Lang, der gemeinsam mit Thea von Harbou auch das Drehbuch schrieb, und auf dem Roman „Dr. Mabuse, der Spieler“ von Norbert Jacques aus dem Jahr 1920 basiert.

Das Verbrechergenie Dr. Mabuse liegt in einer Psychiatrie. Dort schmiedet er wie ein Wahnsinniger ununterbrochen Mord- und Terrorpläne. Sein Vermächtnis ist ein Testament zur Anleitung für Verbrechen. Mittels telepathischer Fähigkeiten manipuliert er die Menschen in seiner Umgebung und sorgt über seinen Tod hinaus für Angst und Schrecken. Kommissar Lohmann steht vor einem Rätsel.


Verfolgt von einer Bande von Kriminellen sucht der in Ungnade gefallene ehemalige Polizeikommissar Hofmeister Zuflucht in einer lauten Druckerei. Er ruft seinen ehemaligen Vorgesetzten, Kommissar Karl Lohmann, an und erklärt ihm verzweifelt, dass er eine riesige kriminelle Verschwörung aufgedeckt habe. Bevor er die Identität des Drahtziehers preisgeben kann, gehen die Lichter aus, Schüsse fallen, und Hofmeister verfällt dem Wahnsinn. Er verschwindet, wird aber später immer dann singend aufgefunden, wenn er sich beobachtet fühlt, und wird in die von Professor Baum geleitete Anstalt eingewiesen.

Professor Baum stellt den Fall von Dr. Mabuse vor, dem kriminellen Drahtzieher und Hypnotiseur, der vor zehn Jahren den Verstand verloren hat. Mabuse verbringt seine Tage damit, wie besessen detaillierte Pläne für Verbrechen zu schreiben, während eine Verbrecherbande diese nach „den Plänen des Doktors“ ausführt, mit dem sie sich nur hinter einem Vorhang beraten. Als Baums Kollege Dr. Kramm zufällig entdeckt, dass die jüngsten Verbrechen Mabuses Schriften umsetzen, wird Kramm vom Exekutionskommando der Bande, Hardy und Bredow, erschossen. Ein in eine Glasscheibe am Tatort bei Hofmeister eingeritzter Hinweis lässt Lohmann Mabuse verdächtigen. Bei der Ankunft in der Anstalt verrät Baum, dass Mabuse gestorben ist. Als Lohmann abfällig von „Mabuse, dem Verbrecher“ spricht, spricht Baum nachdrücklich von „Mabuse, dem Genie“, dessen Genialität eine korrupte Welt zerstört hätte.

Baum setzt seine Studien zu Mabuses Schriften fort und tritt in Kontakt mit dem Geist von Dr. Mabuse. Der Geist von Mabuse spricht von einer „grenzenlosen Herrschaft des Verbrechens“ und verschmilzt mit der Silhouette des Professors. In derselben Nacht berät sich eine verborgene Gestalt mit Teilen ihrer Organisation und bereitet verschiedene Verbrechen vor, darunter einen Anschlag auf ein Chemiewerk, einen Banküberfall, Geldfälschung, die Vergiftung von Trinkwasser und die Zerstörung von Ernten. Eines der Bandenmitglieder, Thomas Kent, ist hin- und hergerissen zwischen seiner kriminellen Tätigkeit, die er aus Geldnot ausüben muss, und seiner Zuneigung zu einer jungen Frau namens Lilli. Lilli, die Kent sehr zugetan ist, fleht ihn an, sich ihr anzuvertrauen. Schließlich gesteht Kent ihr seine Vergangenheit und seine aktuelle Situation. Die beiden beschließen, die Polizei zu informieren, werden jedoch entführt und in dem seltsamen Besprechungsraum mit dem Vorhang eingesperrt. Die verborgene Gestalt verkündet ihren Tod, als sie entdecken, dass sich in der mit einem Vorhang versehene Nische lediglich ein Lautsprecher befindet und dass dort eine Zeitbombe installiert ist. Nachdem mehrere Fluchtversuche gescheitert sind, fluten sie den Raum, um die Auswirkungen der Explosion abzuschwächen, und befreien sich, als die Zeitbombe hochgeht.

Unterdessen belagert die Polizei eine Wohnung, in der sich mehrere Gangster, darunter Hardy und Bredow, aufhalten. Nach einer Schießerei begeht Hardy Selbstmord, während sich die anderen Gangster ergeben. Als Bredow aussagt, dass sie Dr. Kramm in der Nähe der Anstalt ermordet haben, arrangiert Lohmann eine Konfrontation zwischen den Gangstern und dem Professor, die jedoch ergebnislos bleibt. Als Kent und Lilli eintreffen, weckt Baums schockierte Reaktion auf Kent Lohmanns Misstrauen. Lohmann und Kent besuchen die Anstalt, wo sie entdecken, dass Baum der Drahtzieher ist und für diese Nacht einen Anschlag auf ein Chemiewerk geplant hat. Lohmann und Kent begeben sich zu dem explodierenden Werk, wo sie Baum entdecken, der aus der Ferne zusieht. Baum flieht in die Anstalt, während Lohmann und Kent ihm nachjagen. Mabuses Geist führt Baum zu Hofmeister in dessen Zelle, wo er sich als Dr. Mabuse vorstellt und damit Hofmeisters Schock beendet. Baum versucht, Hofmeister zu töten, wird jedoch von Wachen aufgehalten, gerade als Lohmann und Kent eintreffen. Die Schlussszene zeigt den wahnsinnigen Baum in der Zelle, wie er Mabuses Schriften in Fetzen reißt.

Darsteller:

  • Rudolf Klein-Rogge – Dr. Mabuse
  • Otto Wernicke – Kommissar Karl Lohmann
  • Oscar Beregi Sr. – Prof. Dr. Baum
  • Gustav Diessl – Thomas Kent
  • Wera Liessem – Lilli
  • Theodor Loos – Dr. Kramm
  • Karl Meixner – Hofmeister
  • Klaus Pohl – Assistent Müller
  • Paul Henckels – Lithograph
  • Oskar Höcker – Bredow
  • Georg John – Baums Diener Winkler
  • Adolf E. Licho – der Experte Dr. Hauser
  • Theo Lingen – der Juwelier Karetzky
  • Rudolf Schündler – Hardy
  • Hadrian Maria Netto – Nicolai Griforiew
  • Heinrich Gotho – Ganove
  • Michael von Newlinski – Ganove
  • Camilla Spira – Juwelen-Anna
  • Ludwig Stössel – Arbeiter
  • Paul Bernd – Erpresser
  • Henry Pleß – Bulle
  • Gerhard Bienert
  • Karl Platen