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MrSpinnert vor 93 Jahren
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Sonnenstrahl (1933)

„Sonnenstrahl“ ist ein sozialkritisches Zeitdrama aus dem Jahr 1933 von Paul Fejos (Pál Fejős), der gemeinsam mit Adolf Lantz auch das Drehbuch schrieb.

Der Film spielt zur Zeit der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre in Wien, wo viele einfache Menschen und Arbeiter in wirtschaftlichem und sozialem Elend leben müssen. Die Arbeitslosigkeit ist groß, ebenso die Verzweiflung des Proletariats im so genannten „Roten Wien“. Auch die erst 19-jährige Anna Berger weiß nicht mehr weiter und will sich deshalb in selbstmörderischer Absicht in die Donau stürzen. Dem jungen Arbeiter Hans Schmidt, derzeit ohne festes Einkommen und infolgedessen auch wohnungslos, geht es nicht besser. Vollkommen desillusioniert ist auch er an das Donauufer gekommen, um sich umzubringen. Einen an die Polizei adressierten Abschiedszettel hat er gerade fertiggeschrieben, als er Anna sieht, wie sie sich von einer Brücke ins Wasser stürzt und dabei zu schreien beginnt. Er stürzt sich selber in den Fluss um sie selbstlos zu retten, vergisst seine eigene Suizidabsicht und zieht die unglückselige Schicksalsgenossin aus dem kalten Nass. Gemeinsam lässt sich das Elend besser bewältigen, denken wenig später Hans und Anna und beschließen daraufhin, zusammen den Alltag mit all seinen Mängeln und Sorgen zu meistern. Hans erhält für seine Rettungstat von der Polizei Geld ausgezahlt, das sogleich in den Ankauf von Seife investiert wird, die in kleinen Stücken gewinnbringend auf der Straße weiterverkauft wird.

Weitere kleine Gelegenheitsanstellungen – sie investieren das gewonnene Geld in Luftballons, die Anna einzeln am Volksprater weiterverkauft, während er in einer Praterbude als lebende Zielscheibe angestellt wird. Dabei wird er mit einem Stein 'zum Spaß' von einem Mobbler am Kopf verletzt, sie lässt die Luftballons wegfiegen, er wird entlassen und so sind sie wieder Pleite! Sie lässt sich zur Bewerbung einer Haarwäsche im Schaufenster regelmäßig den Kopf einschäumen und er dient für dasselbe Geschäft als werbender „Sandwich-Mann“. Beide sorgen für ein bescheidenes, finanzielles Polster des Zweckgemeinschaftspaars und somit auch für den ersten Sonnenstrahl in beider von Entbehrung geprägtem Leben. Doch es gibt auch Rückschläge; so etwa, als für einen in Aussicht stehenden Hausmeisterposten eine Kaution von 200 Schillinge bezahlt werden und sich der Kautionsnehmer als Gauner entpuppt: wieder Pleite! Doch Hans ist nun nicht mehr bereit, aufzugeben. Er bringt sich und Anna wieder auf die Beine und findet durch Zufall Arbeit als Bankbote. Schließlich nimmt das Paar einen Kredit für den Erwerb eines Autos auf, mit dem Hans zukünftig wieder als Taxifahrer (sein vorheriger Beruf) Geld verdienen kann. Doch ein schwerer Unfall, der Hans über Wochen hinweg zur Arbeitsunfähigkeit verdammt, scheint beider ökonomisches Glück wieder zurückzuwerfen. Anna allein kann die Kreditraten auf das Taxi nicht abstottern, doch in dieser Notlage erweisen sich die Mitbewohner der Mietskaserne als solidarisch und helfen mit ihren Notgroschen dem Paar, damit das Fahrzeug abbezahlt werden kann. Aus dem Krankenhaus entlassen, kann nun Hans endlich mit seinem eigenen Taxi Geld verdienen.

Darsteller:

  • Annabella – Anna Berger
  • Gustav Fröhlich – Hans Schmidt
  • Paul Otto – Polizeikommissar
  • Hans Marr – Priester
  • Walter Brandt – Geldeintreiber
  • Annie Rosar – Zimmervermieterin
  • Jaro Fürth – Drogist
  • Karl Forest – nörgelnder Bürovorsteher
  • Franz Schafheitlin – Krankenhausarzt
  • Wilhelm Schich – Hausbewohner
  • Norbert Rohringer – ein Junge
  • Irene Seidner

Dieser Text basiert auf dem Artikel Sonnenstrahl (Film) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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