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MrSpinnert hat ein neues Medium hochgeladen, Tadellöser & Wolff (1970) – Teil 1
vor 51 Jahren
Tadellöser & Wolff (1970) – Teil 1
Tadellöser & Wolff (1970) – Teil 1
„Tadellöser & Wolff“ ist ein historischer Fernseh-Zweiteiler aus dem Jahr 1975 geschrieben und inszeniert von Eberhard Fechner, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Walter Kempowski aus dem Jahr 1971.
„Tadellöser & Wolff“ sagt Walter Kempowskis Vater dann, wenn er etwas gut findet, ebenso wie er bei verdrießlichen Anlässen „Miesnitzdörfer & Jenssen“ sagt. Und als „Miesnitzdörfer“ lässt sich in der Zeit von 1938 bis 1945, von der dieser Zweiteiler erzählt, wahrhaftig vieles bezeichnen. Eine Zeit lang geht es den Kempowskis auch „ganz gold“ in diesen ereignisreichen Jahren – bis ihre gemütliche Gedankenlosigkeit von der Katastrophe eingeholt wird.
Walter Kempowski, Jahrgang 1929, schildert in seinem Roman „Tadellöser & Wolff“ die Geschichte seiner eigenen Familie. In bewusster Konfrontation privater Idylle mit der politischen Realität wirft der Roman Fragen nach dem Verhalten des Bürgertums in Zeiten von Krieg und Diktatur auf. Er dokumentiert das Versagen einer ganzen sozialen Schicht, die der existenziellen Bedrohung nichts entgegenzusetzen weiß. (Sendetext ORB)
Teil 1:
„Tadellöser & Wolff“ bedeutet im Jargon des Rostocker Reeders und Leutnants der Reserve Karl Kempowski soviel wie „gut“, wohingegen „Mieswitzer & Jensen“ das Gegenteil besagt. Sein Sohn Walter verlebt seine Jugend in einem konservativ-deutschnationalen Elternhaus. Dort betrachtet man Hitler und die Nazis zwar mit Kritik, geht aber insgesamt mit der Entwicklung konform. Dem großbürgerlichen Lebensstandard entsprechend, zieht die Familie Kempowski von Lübeck nach Rostock, wo sie noch für einige Jahre eine unbeschwerte Zeit erleben. Ein Familienurlaub in Sophienbad soll das große Ereignis werden. Mitten in den Urlaubsfrieden platzt die Hiobsbotschaft: Der „Polnische Korridor“ wurde geschlossen. Vater Kempowski meldet sich freiwillig, doch auf den Freimaurer will man verzichten. Relativ gut absorbiert Walter das Geschwätz linientreuer Lehrer und beflissener Jungvolkführer. Er erlaubt sich sogar den Luxus langer Haare. Im Sommer 1940 muss Vater Kempowski dann doch zum Militär, die ersten Gefallenen gilt es zu ehren, und die Hitlerjugend gewinnt Oberwasser. Die trotz der Kriegswirren unbeschadete Idylle der Familie Kempowski wird jäh durch den Angriff auf Rostock im April 1942 unterbrochen, bei dem der Hafen und die Altstadt in Flammen aufgehen. (Sendetext 3Sat)
Darsteller:
- Ernst Jacobi – Erzähler
- Edda Seippel – Margarethe Kempowski
- Karl Lieffen – Karl Kempowski
- Martin Kollewe – Walter Kempowski (als Junge)
- Michael Poliza – Walter Kempowski (als Jugendlicher)
- Martin Semmelrogge – Robert Kempowski
- Gabriele Michel – Ulla Kempowski
- Jesper Christensen – Sven Sörensen
- Martin Hansen – Vater Sörensen
- Ernst von Klipstein – Großvater de Bonsac
- Hans Mahnke – Großvater Kempowski
- Kurt Buecheler – Dr. Krause
- Ruth Nimbach – Frau Krause
- Günther Heising – Herr Woldemann
- Sigrid Emmrich – Frau Woldemann
- Heike Heising – Ute Woldemann
- Margot Nagel – Frau Stoffel
- Henning Schlüter – Schuldirektor Hannes
- Gert Haucke – Dr. Fink
- Götz Olaf Rausch – Lehrer
- Karl-Ulrich Meves – Pedell
- Martin Rosenstiel – Pastor Knesel
- Helga Feddersen – Anna Kröger
- Ilsemarie Schnering – Klavierlehrerin
- Henry Kielmann – Onkel Richard (de Bonsac)
- Inge Landgut – Tante Hertha (de Bonsac)
- Peter Lehmbrock – Onkel Karl
- Ingrid von Bothmer – Tante Hanni
- Thomas Naumann – Bubi
- Douglas Welbat – Heini
- Walter Wigand – Michael
- Claus Vinçon – Ferdinand von Gernitz
- Frank Toussaint – Edler von Salchow
- Manfred Tümmler – Leutnant
- Thomas Schiestl – Zahnarzt
- Marianne Kehlau
- Helmut Ahner
- Fritz Hollenbeck
- Otto Kurth