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Visiting Hours (2024)
Visiting Hours (2024)
„Visiting Hours“ (La prisonnière de Bordeaux) ist ein Filmdrama aus dem Jahr 2024 von Patricia Mazuy nach einem Drehbuch von Pierre Courrège, François Bégaudeau, Patricia Mazuy und Emilie Deleuze. Französischer Originalton mit deutschen Untertiteln.
Alternativer Titel: „Zwei Frauen“
Eine orientierungslose Großbürgerin und eine junge Frau aus der Arbeiterklasse, die in Schwierigkeiten steckt, begegnen sich im Besuchsraum eines Gefängnisses. Ein schwereloser Pas de deux, inszeniert von Patricia Mazuy.
Die ehemalige Tänzerin Alma ist durch die Heirat mit einem Chirurgen aus Bordeaux, einem Experten für Finanzanlagen, zur Großbürgerin geworden. Seit dieser im Gefängnis sitzt, stößt sie in ihrem schönen, mit Gemälden gefüllten Haus an ihre Grenzen. Als sie wie jede Woche im Besuchsraum auf ihren Besuch wartet, lässt eine junge Frau am Schalter ihrer Wut freien Lauf: Sie ist aus Narbonne gekommen, um ihren Partner zu besuchen, hat sich jedoch im Tag geirrt und weigert sich, wieder abzureisen, ohne ihn gesehen zu haben. Als Alma ihr wenig später erneut begegnet, lädt sie sie zum Abendessen ein. Mina erzählt ihr von ihrem Kampf, sich über Wasser zu halten und ihren Job in einer Reinigung, die anstrengenden Zugfahrten und die Betreuung ihrer beiden Kinder unter einen Hut zu bringen, seit ihr Vater wegen eines Schmuckdiebstahls verhaftet wurde. Zwischen diesen beiden so unterschiedlichen „Mitgefangenen“, die beide in ihrer eigenen Welt ersticken, entsteht eine Verbundenheit …
Auf Messers Schneide
Wer von Mina und Alma ist die „Gefangene“ aus dem Titel? Können Freundschaft und Schwesternschaft soziale Barrieren überwinden? Ist es möglich, sich gegenseitig zu helfen und zu lieben, wenn man auf zwei verschiedenen Planeten lebt – selbst wenn man unter einem Dach wohnt? Fünfundzwanzig Jahre nach „Saint-Cyr“ arbeitet die Filmemacherin Patricia Mazuy erneut mit Isabelle Huppert zusammen, um deren erstes Aufeinandertreffen mit Hafsia Herzi zu inszenieren. In diesem Duett zweier großartiger Schauspielerinnen, das auf Messers Schneide zwischen Leichtigkeit und Abgrund balanciert, scheint sich die Filmemacherin selbst eine Auszeit von ihren gewohnten Mustern zu gönnen. Ohne dabei auf ihre Scharfsinnigkeit bei der Darstellung der Härte der Klassenverhältnisse oder auf ihre Kunst des Porträts zu verzichten – insbesondere wenn es darum geht, das Leben und den Kampf von Frauen zu beobachten –, schenkt sie ihnen die Schwerelosigkeit einer Fabel, um gängige Vorurteile auf sanfte Weise zu entkräften.
Darsteller:
- Isabelle Huppert – Alma Lund
- Hafsia Herzi – Mina Hirti
- William Edimo – Yacine
- Magne-Håvard Brekke – Christopher Lund, Almas Ehemann
- Lionel Dray – Nasser Hirti, Minas Ehemann
- Noor Elsari – Noor, die Tochter von Mina und Nasser
- Jean Guerre Souye – Julien, der Sohn von Mina und Nasser
- Jana Bittnerova – Cristina, Almas Hausangestellte
- Robert Plagnol – Pierre, Christophers Anwalt
- Delphine Gleize – Delphine, eine Freundin von Alma