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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 7 Jahren
Lyrik für Alle – Folge 119

In der 119. Folge von Lyrik für Alle rezitiert Lutz Görner Gedichte von Georg Trakl.

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) war ein österreichischer Dichter des Expressionismus mit starken Einflüssen des Symbolismus. Eine eindeutige literarhistorische Positionierung seiner poetischen Werke ist aber kaum möglich.

Trakl veröffentlichte schon 1908 und 1909 erste Gedichte, Anfragen beim Albert Langen Verlag wurden allerdings auch nach mehrfacher Überarbeitung der Werke abgelehnt. In seiner Bedeutung erkannt wurde er erst von Ludwig von Ficker, in dessen Zeitschrift Der Brenner er von 1912 bis 1915, zuletzt postum, regelmäßig veröffentlichen konnte. 1913 erschien im Kurt Wolff Verlag die Sammlung Gedichte in der Reihe Der jüngste Tag (Band 7/8) und 1915 postum, aber noch von Trakl selbst zusammengestellt, sein Gedichtzyklus Sebastian im Traum. Nur wenige andere Gedichte und Prosaarbeiten Trakls wurden zu seinen Lebzeiten veröffentlicht. Neben einer frühen Sammlung von Gedichten aus dem Jahr 1909 (sog. „Sammlung 1909“, ohne Titel), für die Trakl keinen Verleger hatte finden können und die er später verwarf, finden sich im Nachlass ein reicher Schatz von unveröffentlichten Gedichten, alternative Fassungen veröffentlichter Gedichte sowie einige wenige Dramenfragmente und Aphorismen.

Im Werk Trakls überwiegen die Stimmung und die Farben des Herbstes, dunkle Bilder des Abends und der Nacht, des Sterbens, des Todes und des Vergehens. Zwar sind die Gedichte reich an biblisch-religiösen Bezügen, und vielen eignet eine kontemplative Offenheit zur Transzendenz, doch nur selten bricht das Licht der Erlösung in das Dunkel. Die häufige Farbsymbolik diente anfangs der Beschreibung realer Dinge, später waren die Farben (meist Blau – in etwa 52 Prozent aller Gedichte, dann Rot und Braun) oft als eigenständige Metaphern verselbständigt (etwa: Schwermut blaut im Schoß der Fraun (aus: Anblick)). Als Gedichte, die das Genie des Dichters widerspiegeln und exemplarisch die Ideen ihrer Epoche zum Ausdruck bringen, nahm Wulf Segebrecht folgende Werke Trakls in seiner Anthologie auf: Verfall, Verklärter Herbst, De profundis, In den Nachmittag geflüstert, Kaspar Hauser Lied, Gesang des Abgeschiedenen, Ein Winterabend, Der Herbst des Einsamen und Grodek.

 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Georg Trakl aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz der GNU für freie Dokumentation und CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.