MrSpinnert von MrSpinnert, 3 Wochen her
Unabhängigkeitserklärung der USA, 4. Juli 1776

Bis heute ist der 4. Juli einer der höchsten Feiertage in den USA. Er erinnert an den Gründungstext der Vereinigten Staaten aus dem Jahr 1776: „Folgende Wahrheit erachten wir als selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind.“ Doch wie lässt sich das universalistische Ideal der Aufklärung mit einer aus einem Krieg hervorgegangenen, liberalen Nation vereinen?

Am 2. Juli 1776 stimmen in Philadelphia die Delegierten der 13 britischen Kolonien in Nordamerika nach heftigen Debatten für die Loslösung von der britischen Krone. Damit ist die Trennung von Großbritannien vollzogen und es entsteht ein neuer Staatenbund: die Vereinigten Staaten von Amerika. Der Delegierte John Adams, der die Stadt Boston in Massachusetts vertritt, schrieb am selben Abend nieder, der 2. Juli werde der denkwürdigste Tag in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika bleiben und bis in alle Ewigkeit mit großem Prunk gefeiert werden.
John Adams lag richtig, doch er irrte sich im Datum. Bereits im folgenden Jahr, 1777, wird der Independence Day am 4. Juli gefeiert. Bis heute ist der 4. Juli einer der höchsten Feiertage in den USA.
Am 4. Juli wird aber nicht die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten gefeiert, die die Delegierten des Kontinentalkongresses zwei Tage zuvor in Philadelphia beschlossen hatten. An diesem Tag wird an einen Text erinnert, der eine neue Philosophie in die Welt setzt: „Folgende Wahrheit erachten wir als selbstverständlich: dass alle Menschen gleich geschaffen sind.“ Alle Menschen sind gleich und haben unveräußerliche Rechte, zu denen das Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück gehören.
Doch wie lässt sich das universalistische Ideal der Aufklärung mit der außergewöhnlichen Situation einer aus einem Krieg hervorgegangenen, liberalen Nation vereinen?

Dokureihe, Regie: Denis van Waerebeke (F 2019, 27 Min)

Unabhängigkeitserklärung der USA, 4. Juli 1776 | Zahlen schreiben Geschichte | ARTE