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MrSpinnert 3 Tage her
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Dafür hat Großbritannien die EU verlassen – die Wahrheit über das Commonwealth

Im Juni 2016 stimmte das Vereinigte Königreich für den Austritt aus der Europäischen Union – teilweise im Glauben an eine bessere Alternative: das Commonwealth. 56 Länder, zweieinhalb Milliarden Menschen und ein ruhendes Handelsnetzwerk, das angeblich bereit war, den europäischen Binnenmarkt zu ersetzen. Das Problem: Zum Zeitpunkt des Brexit entfielen lediglich 9 % des britischen Handels auf das Commonwealth.

Die EU hingegen machte 43 % aus.

Das Commonwealth war nie eine echte Alternative. Es war eine Geschichte, die Großbritannien sich selbst erzählte.

Dafür hat Großbritannien die EU verlassen – Die Wahrheit über das Commonwealth (2026)
Regie: Miranda Latorre
Drehbuch: Miranda Latorre
Erzähler: Derrek Carriveau
Genre: Dokumentation
Schnitt: Iván Moreno
Sprache: Englisch
Veröffentlichung: Mai 2026

Inhaltsangabe:

Diese Dokumentation stellt eine grundlegende Frage: Was ist das Commonwealth eigentlich, wie ist es entstanden und warum konnte ein ganzes Land seine wirtschaftliche Zukunft auf eine Organisation setzen, die kaum jemand genau definieren kann?

Auf den Trümmern des größten Imperiums der Geschichte aufgebaut, diente das Commonwealth in seinen ersten Jahrzehnten als Instrument eines kontrollierten Rückzugs – ein Mittel, mit dem Großbritannien Einfluss bewahren konnte, den es politisch und militärisch längst nicht mehr durchsetzen konnte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Organisation jedoch zu etwas völlig anderem: nicht zu einem Werkzeug britischer Macht, sondern zu einem Forum, in dem die kleinsten Staaten der Welt gemeinsam mit den Führern der größten Mächte an einem Tisch sitzen können.

Der Film zeichnet die Entwicklung des Commonwealth von den Jahren der Dekolonisierung bis zu seinen bedeutendsten historischen Momenten nach. Dazu gehört auch seine Rolle bei der internationalen Isolation des Apartheid-Regimes in Südafrika – ein bemerkenswerter Fall, in dem ehemalige Kolonien eine postkoloniale Institution nutzten, um offen kolonialistische Politik zu bekämpfen.

Dabei stößt die Dokumentation auf ein zentrales Paradox: Die Organisation kommt ausgerechnet dem Land am wenigsten zugute, das sie geschaffen hat.

Was der Brexit offenlegte, war keine geopolitische Strategie, sondern ein Versagen des kollektiven Gedächtnisses. Die Verbindungen, die Großbritannien über das Commonwealth wiederbeleben wollte, stammen aus dem Empire. Das Empire ist immer präsent, wie der Film feststellt, doch es wird kaum jemals erwähnt.

In gewisser Weise hat das Commonwealth Großbritannien ermöglicht, sich nicht mit der Frage auseinanderzusetzen, wie sehr sich die Welt verändert hat, seit die Sonne über seinem Imperium untergegangen ist.

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