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Kevin Costner und der Western
Kevin Costner und der Western
Eine weite Landschaft. Ein mitreißender Soundtrack. Ein Mann tanzt ums Feuer. Ein Wolf beobachtet ihn. 1990 schauen Millionen Menschen Kevin Costners Regiedebüt „Der mit dem Wolf tanzt“. Es ist ein riskantes Projekt – und wird zum Meisterwerk. Einen Western ins Kino zu bringen, gilt zu dieser Zeit als Wagnis, warum wurde die Geschichte eines einsamen Offiziers dennoch zum Welthit?
„Der mit dem Wolf tanzt“ gilt als Kevin Costners Meisterwerk und belebt Anfang der 1990er ein totgeglaubtes Genre. Während Western als unmodern gelten, ist Costner überzeugt: Man muss sie nur anders erzählen. Er führt selbst Regie und setzt auf maximale Authentizität – erstmals werden indigene Rollen ausschließlich mit amerikanischen Ureinwohnern besetzt, erstmals sprechen indigene Figuren im Blockbuster-Kino Lakota. Der Film trifft den Nerv der Zeit, gewinnt sieben Oscars und verändert die Wahrnehmung des Westerns nachhaltig.
Costner wächst behütet auf, entdeckt früh seine Liebe zum Kino und arbeitet sich vom Nebendarsteller in „Silverado“ zum Weltstar in „Bodyguard“ hoch. Flops wie „Waterworld“ oder „Postman“ lassen sein Image schwanken, doch dem Western bleibt er treu: Mit „Open Range“ kehrt er 2003 zurück, mit der Serie „Yellowstone“ prägt er das Genre im Streaming-Zeitalter neu.
Gleichzeitig entwickelt sich der Western weiter: „Brokeback Mountain“ zeigt 2005 offen die intime Beziehung zweier Cowboys, „Westworld“ verbindet Westernmotive mit Science-Fiction, Quentin Tarantino setzt in „Django Unchained“ auf überzeichnete Gewalt und Hip-Hop-Sounds.
Kevin Costner und der Western | Doku HD | ARTE
Dokumentation von Silvia Palmigiano (D 2025, 52 Min)



