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MrSpinnert 2 Stunden her
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Kolumbianische Kämpfer bei der ukrainischen Armee

Kommandos auf Spanisch mitten im Ukraine-Krieg: Schätzungen zufolge kämpfen etwa 7.000 Latinos für die ukrainische Armee – unter ihnen sind besonders viele Kolumbianer. Oft sind es Videos auf TikTok, die die jungen Männer mit dem Versprechen auf schnelles Geld in die Ukraine locken – mindestens 2.500 Euro Sold im Monat. Wie brutal und gefährlich der Drohnenkrieg ist, unterschätzen dabei viele. Für die Ukraine sind bereits hunderte Kolumbianer im Kampfeinsatz gestorben oder werden seit Monaten vermisst. Zurück bleiben verzweifelte Familien, 10.000 Kilometer entfernt in Südamerika. Frauen wie Cielo, deren Mann in russische Kriegsgefangenschaft geriet, oder Karina, die nur noch einen Koffer mit den Sachen ihres gefallenen Mannes erhielt.

Neben der Trauer kämpfen viele der Frauen mit der Bürokratie: Um wenigstens eine Entschädigung zu erhalten, benötigen sie einen Totenschein ihres Mannes. Doch viele der Männer gelten weiterhin als vermisst, unter anderem weil die Bergung von Leichen in zahlreichen Frontabschnitten kaum möglich ist.

Nicht nur die Ukraine sucht ihre Kämpfer mittlerweile fernab des eigenen Landes. Auch Russland setzt in großem Stil ausländische Kämpfer ein, um die eigenen Verluste auszugleichen. Moskau rekrutiert dafür Männer aus Westafrika oder nutzt Einheiten seines engen Verbündeten Nordkorea.

Kolumbianische Kämpfer bei der ukrainischen Armee | Weltspiegel
Bericht: Marie-Kristin Boese / Demian von Osten
Kamera: Stefan Frenke / Andrii Shvets
Schnitt: Serhii Klepach / Mitja Hagelüken
Mitarbeit: Verena von Schönfeldt / Kateryna Lutska