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Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben
Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben
Nahida Choobi, ihr Mann Ahmad und ihre Kinder Mohamed und Mariam mussten nun schon wieder fliehen vor dem Krieg: Ihr Dorf Naqoura wurde erneut evakuiert, es liegt nur zwei Kilometer von Israels Grenze entfernt. Schon im Oktober 2023 wurde es als eines der ersten von Israels Armee bombardiert, und dann zerstört im Krieg von 2024.
Die Familie fürchtet, dass sie im Falle einer erneuten israelischen Besetzung des Südlibanon nie wieder nach Hause zurückkehren wird. Dieses Jahr fand sie Zuflucht in Jnah, südlich von Beirut. Neben ihrem Haus liegt ein Slum, in dem die Armut wohl viele Kinder wieder in die Arme der Hisbollah treiben wird. Dieser neue Krieg, der am 2. März 2026 begann, erstreckt sich weit hinaus über die von der Hisbollah, der „Partei Gottes“ kontrollierten Gebiete. Die israelische Luftwaffe attackierte mehrere Gebäude im Herzen von Beirut und in christlichen Vierteln.
Ein Viertel der libanesischen Bevölkerung musste vor den israelischen Bomben fliehen, die Libanesen organisieren sich solidarisch, um ihnen zu helfen. 45 Minuten von Beirut entfernt, in der Region Chouf, beherbergt die kleine christliche Stadt Deir el Qamar 1200 Vertriebene. Ama Tabet organisiert ihre Aufnahme in einer Schule, aber im Rathaus macht man sich Sorgen über die politischen Spannungen und Sicherheitsrisiken.
Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben | ARTE Reportage



