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MrSpinnert hat das neue Medium School’s Out – und jetzt?! hochgeladen
3 Stunden her
Die Schule ist vorbei, der Abschluss in der Tasche – wie geht es jetzt weiter? Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist gar nicht so schlecht, wie sie aktuell oft wirkt. Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass es bald wieder aufwärts geht.
Langfristig könnten jetzige Berufseinsteiger vom demografischen Wandel profitieren: In den nächsten Jahren gehen viel mehr Menschen in Rente als Junge neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Für die Gesellschaft insgesamt ist das eine große Herausforderung, aber ganz persönlich kann es für gut ausgebildete Arbeitnehmer auch Vorteile haben, weil es weniger Konkurrenz gibt und sie gegenüber Arbeitgebern in einer besseren Verhandlungsposition sind.
Die Akademikerarbeitslosigkeit ist in den vergangenen Jahren von 2,2 Prozent (2022) auf 3,3 Prozent (2025) gestiegen. Das ist zwar ein deutlicher Anstieg, im internationalen Vergleich ist das aber nach wie vor ein niedriger Wert. In anderen Bereichen sind die Arbeitslosenquoten außerdem noch höher. Arbeitsmarktexperten sprechen immer noch von einem stabilen Arbeitsmarkt für Uniabsolventen, auch wenn sie vielleicht etwas länger suchen müssen als noch vor einigen Jahren.
Und auch wenn es hin und wieder Stimmen gibt, die sich beklagen, dass zu viele Leute studieren – das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung stellt fest: „Es gibt weiterhin keine Anzeichen für eine ,Überakademisierung‘.“
In der Trendstudie „Jugend in Deutschland“ heißt es: „Es scheint so, als hätten Ausbildungsberufe in der Wahrnehmung von jungen Menschen und ihren Eltern erheblich an Attraktivität gewonnen.“ Ein Grund dafür könnte die Befürchtung sein, dass KI den Arbeitsmarkt durcheinanderwirbelt und körperliche Arbeit wieder wichtiger wird.
Arbeitnehmer mit Masterabschluss hatten 2025 ein Durchschnittseinkommen von rund 7.000€. Mit einem Bachelor waren es rund 5.300€, mit einer Ausbildung knapp 4.100€. Wer aber nach der Ausbildung noch einen Meister oder Techniker draufsetzte, verdiente im Schnitt 5.400€, also mehr als Bachelorabsolventen. Außerdem verdient man mit einer Ausbildung schon Geld, während Studierende noch im Hörsaal sitzen und auf Bafög, Nebenjob oder Eltern angewiesen sind. Diesen „Rückstand“ holen Akademiker im Schnitt erst mit 39 Jahren auf.
School’s Out – und jetzt?!