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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 29 Jahren
Muttertag (1994)

„Muttertag“ ist eine satirische Komödie von Harald Sicheritz nach dem Drehbuch von Peter Berecz, Alfred Dorfer, Roland Düringer und Harald Sicheritz aus dem Jahr 1994.

Das Ehepaar Edwin und Trude Neugebauer, deren Sohn Mischa und Edwins schwerhöriger und ein wenig seniler Vater wohnen in einer Gemeindewohnung in Wien. Die Romantik scheint aus der Ehe von Edwin und Trude verschwunden zu sein, die erotischen Fantasien letzterer handeln eher von dem attraktiven Polizisten Gerry Gratzl.
Es ist Samstag vor dem Muttertag, als Edwins Vater („Opa Neugebauer“) aufgrund einer unbedachten Äußerung von Mischa beim Frühstück mitbekommt, dass geplant ist, ihn einmal in ein Seniorenheim „abzuschieben“. Da beschließt er, die im Schlafzimmer versteckten Sparbücher an sich zu nehmen und die Ersparnisse für einen guten Zweck zu spenden.
Mischa, der sich für Computer, Elektronik und Experimente mit seinem Meerschweinchen interessiert, bastelt heimlich an seinem „Muttertagsgeschenk“, einem elektrischen Küchenmesser, dessen Klinge Strom führt und dadurch lebensgefährlich ist. Anschließend wird er von seiner Mutter zum Treffpunkt seiner Jungschar-Gruppe begleitet, mit der er den Tag im Park verbringt, unter anderem, um dort Müll aufzusammeln.
Edwin trifft an einer Tankstelle die Chorleiterin Evelyn Schöbinger, mit der er zwei Wochen zuvor bei einem „Einkehr-Wochenende“ des Kirchenchors eine Affäre hatte. Er fühlt sich nach wie vor zu ihr hingezogen, aber für Evelyn war es nur eine einmalige Sache. Trude wird unterdessen in einem Drogeriemarkt von einem als Eisbär verkleideten Kaufhausdetektiven beim Ladendiebstahl ertappt. Sie kann aber im Tumult, der darauf wegen eines Streits zwischen dem Detektiven und einem „sich einmischenden“ Kunden entsteht, mit dem übergezogenen Eisbärkopf entkommen. Der Detektiv kommt schließlich durch den Pistolenschuss eines Kunden ums Leben.
Opa Neugebauer begibt sich auf ein Postamt, um dort die Sparbücher aufzulösen und das Geld zu spenden. Evelyn, die zufällig anwesend ist, hilft ihm dabei. Als er aufgefordert wird, die Losungsworte bekanntzugeben, findet er diese bei beiden Sparbüchern handschriftlich vermerkt. Da behält er das Sparbuch mit "Zum frommen Sparschwein" und löst nur jenes mit "Schöner Wohnen" auf.
Als Edwin und Gerry ihrem gemeinsamen Hobby – ferngesteuerten Modellflugzeugen – nachgehen, erfährt Edwin, dass Gerry gerade eine Affäre mit Evelyn hat, was ihn sichtlich schockiert. Später stellt er Evelyn in der Kirche zur Rede, was aufgrund des eingeschalteten Chormikrofons teilweise auch die Gemeinde mithören kann.
Am Muttertag treffen sich die Frauen nach der Messe beim Pfarrkaffee. Inzwischen bastelt Edwin auf der Terrasse der Wohnung sein Geschenk für Trude, einen Campingtisch, zusammen. Opa erdrückt beim Hinsetzen auf den Liegestuhl Mischas Meerschweinchen, vertuscht dies aber. Mischa zerkratzt unterdessen auf der Straße an einem geparkten Auto den Lack, wird dabei aber von einem Polizisten beobachtet und mit ins Wachzimmer genommen. Von dort aus wird Edwin verständigt, der wiederum Gerry bittet, das für ihn zu regeln, was dieser auch tut. Daheim entdeckt Mischa das tote Meerschweinchen, das im darauffolgenden Tumult am darunterliegenden Balkon der Familie Schwalbach landet. Bei der Geschenkpräsentation überreicht Mischa seiner Mutter sein tödliches Küchenmesser und bietet ihr an, es bei den Koteletts auszuprobieren. Edwin lehnt dies jedoch ab und sagt, dass Edwin und Mischa am Muttertag grillen und die Mutter ihren Feiertag genießen kann. Zu guter Letzt erbettelt die Nachbarin das Küchenmesser und erleidet schließlich einen schweren Elektrounfall, worauf sie ins Spital gebracht wird.
Trude ruft unterdessen von der Terrasse aus der gerade auf Rollschuhen vorbeifahrenden Evelyn, mit der sie einen Bauchtanzkurs besucht, einen Gruß zu, worauf diese stürzt und zu Trude heraufkommt, um ihre Schürfwunde zu versorgen. Als sich die beiden unterhalten, glaubt Edwin, es gehe um seine Affäre mit Evelyn, und erzählt von sich aus die ganze Wahrheit. Währenddessen erkennt Opa Neugebauer Trude auf dem in der Zeitung veröffentlichten Phantombild der Ladendiebin. Edwin meint nun, Evelyn Schweigegeld anbieten zu müssen, und will die Sparbücher holen. Als dabei herauskommt, dass Evelyn dem Opa am Postamt bei der Sparbuch-Auflösung behilflich war, und Mischa behauptet, sie habe ihm gegenüber etwas Obszönes getan, eskaliert die Situation, worauf im allgemeinen Tumult Evelyn in einen Grillspieß läuft, den Opa Neugebauer in der Hand hält, und der in ihrer Brust stecken bleibt. Im Anschluss bringen Opa, Edwin und Mischa die schwer verletzte Evelyn ins Wohnzimmer auf den Teppich und ersticken sie mit einem Polster.
Kurz darauf steht Gerry vor der Tür, da Herr Schwalbach wegen des zu Tode gekommenen Meerschweinchens die Polizei gerufen hat. Gerry regelt das freundschaftlich …

Darsteller:

  • Alfred Dorfer – Mischa Neugebauer/Polizist Gratzl
  • Reinhard Nowak – Edwin Neugebauer/Postler/Nachbarjunge 2
  • Andrea Händler – Trude Neugebauer/Postleri