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MrSpinnert vor 96 Jahren
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Westfront 1918: Vier von der Infanterie (1930)

„Westfront 1918: Vier von der Infanterie“ ist ein Antikriegsfilm aus dem Jahr 1930 von Georg Wilhelm Pabst. Das Drehbuch von Ladislaus Vajda und Peter Martin Lampel basiert auf dem Roman „Vier von der Infanterie“ von Ernst Johannsen aus dem Jahr 1929.

In den letzten Jahren des Ersten Weltkriegs erdulden vier junge deutsche Infanteristen das grausame Elend des Stellungskriegs an der Westfront. Unter ihnen sind der nachdenkliche Student Karl, der zynische bayerische Soldat, der eifrige junge Student und der erschöpfte Veteran Leutnant. In schlammigen Schützengräben nahe der französischen Linien stationiert, kämpfen die Männer gegen ständige Artillerie-Bombardements, Hunger, Erschöpfung und die Angst vor dem plötzlichen Tod. Ihre Gespräche offenbaren sowohl ihren schwindenden Patriotismus als auch ihre verzweifelte Sehnsucht nach dem friedlichen Leben, das sie zurückgelassen haben.

Während eines kurzen Urlaubs kehrt Karl nach Hause zurück, in der Hoffnung, Trost und Stabilität zu finden. Stattdessen muss er feststellen, dass das zivile Leben ebenso stark vom Krieg geprägt ist wie die Front. Lebensmittel sind knapp, die Menschen sind verbittert, und seine eigene Frau hat sich von ihm entfernt. Als Karl sie unerwartet mit einem anderen Mann erwischt, fühlt er sich durch diesen emotionalen Verrat noch isolierter als an der Front. Desillusioniert und mit gebrochenem Herzen kehrt er in die Schützengräben zurück, wo die unerbittliche Gewalt wenig Raum für Nachdenken lässt.

Unterdessen sind die anderen Soldaten weiterhin den täglichen Schrecken des Kampfes ausgesetzt. Der eifrige junge Rekrut verliert schnell seine Unschuld, als er überall um sich herum den Tod sieht, während der bayerische Soldat trotz der hoffnungslosen Lage versucht, seinen Humor zu bewahren. Ein heftiger französischer Angriff zwingt die Männer zu brutalen Nahkämpfen, bei denen viele ihrer Kameraden getötet oder verwundet werden. In einer chaotischen Begegnung tötet Karl einen französischen Soldaten aus nächster Nähe und ist zutiefst erschüttert, als er später erkennt, dass dieser Mann sich kaum von ihm unterschied – ein weiterer junger Mann, der in einen Krieg gezwungen wurde, den keiner von beiden wirklich versteht.

Als sich der Konflikt verschärft, beginnt die deutsche Stellung unter dem schweren Angriff zusammenzubrechen. Bei einem verzweifelten Versuch, die Stellung zu halten, werden die Männer auseinandergetrieben und verwundet. Karl wird schwer verletzt und in ein Feldlazarett gebracht, das mit sterbenden Soldaten beider Seiten überfüllt ist. Dort wird er Zeuge des sinnlosen Leidens, das Freunde und Feinde gleichermaßen teilen.

Im Krankenhaus liegt Karl neben einem schwer verwundeten französischen Soldaten. Obwohl sie die Sprache des anderen nicht verstehen, teilen die beiden Männer einen stillen Moment der Erkenntnis, dass sie beide Opfer derselben Katastrophe sind. Als Karls Kräfte schwinden, verkündet der Arzt schlicht, dass ein weiterer Soldat gestorben ist. Der Film endet mit der ernüchternden Erkenntnis, dass der Krieg unzählige Leben gefordert hat, ohne dass es einen Sieg oder einen Sinn gegeben hätte.

Darsteller:

  • Fritz Kampers – Der Bayer
  • Gustav Diessl – Karl
  • Hans Joachim Moebis – Der Student
  • Claus Clausen – Der Leutnant
  • Gustav Püttjer – Der Hamburger
  • Jackie Monnier – Yvette
  • Hanna Hoessrich – Karls Frau
  • Else Heller – Karls Mutter
  • Carl Ballhaus – Schlachtergeselle
  • Wladimir Sokoloff – Proviantmeister

“Westfront 1918” (Westfront 1918: Four from the Infantry) is an anti-war film from 1930 by Georg Wilhelm Pabst. The screenplay by Ladislaus Vajda and Peter Martin Lampel is based on the novel “Four from the Infantry” by Ernst Johannsen from 1929.

During the final years of the First World War, four young German infantrymen endure the grinding misery of trench warfare on the Western Front. Among them is the thoughtful student Karl, the cynical Bavarian soldier, the eager young Student, and the weary veteran Lieutenant. Stationed in muddy trenches near the French lines, the men struggle through constant artillery bombardments, hunger, exhaustion, and fear of sudden death. Their conversations reveal both their fading patriotism and their desperate longing for the peaceful lives they left behind.

During a brief leave, Karl returns home hoping to find comfort and stability. Instead he discovers that civilian life has been warped by the war just as deeply as the front lines. Food is scarce, people are embittered, and his own wife has grown distant. When Karl unexpectedly finds her with another man, the emotional betrayal leaves him feeling even more isolated than he did at the front. Disillusioned and heartbroken, he returns to the trenches where the relentless violence offers little chance for reflection.

Meanwhile the other soldiers continue to face the daily horrors of combat. The eager young recruit quickly loses his innocence as he witnesses death all around him, while the Bavarian soldier tries to maintain humor despite the hopeless situation. A violent French attack forces the men into brutal hand-to-hand fighting, leaving many of their comrades dead or wounded. In one chaotic encounter Karl kills a French soldier at close range and is deeply shaken when he later realizes the man was little different from himself—another young man forced into a war neither truly understands.

As the conflict intensifies, the German position begins to collapse under heavy assault. During a desperate attempt to hold the line, the men are scattered and wounded. Karl is severely injured and taken to a field hospital overflowing with dying soldiers from both sides. There he witnesses the pointless suffering shared by friend and enemy alike.

In the hospital Karl lies beside a badly wounded French soldier. Though they cannot understand each other’s language, the two men share a silent moment of recognition that they are both victims of the same catastrophe. As Karl’s strength fades, the doctor announces simply that another soldier has died. The film ends with the stark realization that the war has consumed countless lives without victory or meaning.