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Altes Ägypten: Wie die Pharaonen ihr Weltreich verteidigten (2022)
Altes Ägypten: Wie die Pharaonen ihr Weltreich verteidigten (2022)
Welche Bedeutung hatten militärische Auseinandersetzungen in der langen Geschichte des Alten Ägypten – und welche der diplomatische Kontakt mit der Außenwelt? Das sind die Leitfragen für die Folge KRIEGE. Seit Ober- und Unterägypten um 3100 vor Christus mit kriegerischen Mittel vereinigt wurde, spielte die militärische Macht Ägyptens eine große Rolle. Der Film zeigt, dass Kriege ein legitimes Mittel im ägyptischen Denken waren, um die „göttliche Ordnung“ aufrechtzuerhalten und um die Grenzen des Reiches zu schützen. Das bezeugten etwa die zahlreichen mächtigen Festungsbauten am Obernil. In der langen Geschichte des Reiches gab es dazu auch immer wieder Phasen der Expansion. Auf seinem imperialen Höhepunkt beherrschte Ägypten ein Gebiet, das von Nubien bis nach Libyen und Kleinasien reichte. Ermöglicht wurden die Eroberungen durch neue Militärtechnologien wie den Streitwagen, der von den Ägyptern zwar nicht erfunden, aber perfektioniert wurde. Die Schlacht von Kadesch 1274 vor Christus unter Ramses II. gilt als größte Streitwagenschlacht der Geschichte. Der Film beleuchtet daneben aber auch, wie in Zeiten der militärischen Schwäche Ägypten das Ziel fremder Invasoren wie der Hyksos wurde In friedlichen Phasen pflegten die Pharaonen diplomatische Kontakte zu den benachbarten Reichen. Berühmt wurde der Vertrag von Ramses II. mit den Hethitern, der erste Friedensvertrag der Geschichte. Der Film macht deutlich, dass das Alte Ägypten ein Reich war, das immer wieder blutige Kriege führte – das aber auch auf das Mittel der Diplomatie setzte. Krieg und Frieden hielten sich die Waage.
Altes Ägypten: Wie die Pharaonen ihr Weltreich verteidigten (2022)
Foto: Olaf Tausch – CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/), bearbeitet.