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MrSpinnert 2 Stunden her
Ceuta nach dem Grenzdurchbruch: Kein Essen, kein Dach, keine Zukunft?

Mehr als 70.000 Menschen überwanden Ende Juli die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta. Und jetzt? Die meisten haben die Stadt wieder verlassen. Etwa 5.000, so schätzt es die spanische Regierung, sind aber weiterhin in der Stadt. Helfer:innen in Ceuta gehen von mindestens der doppelten Zahl aus: Viele Geflüchtete – darunter zahlreiche unbegleitete Minderjährige – verstecken sich aus Angst vor einer Abschiebung nach Marokko in den Bergen oder campieren im Staub der Industriegebiete. Sie leben ohne fließendes Wasser, ohne Toiletten und ohne gesicherte Mahlzeiten. Auch zahlreiche minderjährige Mädchen harren auf den Straßen und in den provisorischen Lagern aus. Ihnen drohen Übergriffe und sexuelle Gewalt.
ARD-Korrespondentin Kristina Böker war mehrfach in Ceuta. Für diesen Film begleitet sie Mohamed, der einst selbst als neunjähriges Kind versteckt unter einem Lastwagen nach Spanien kam. Er hat inzwischen die spanische Staatsbürgerschaft und arbeitet als Sozialarbeiter. Mohamed versucht, die Migrant:innen mit Lebensmitteln zu versorgen. Doch er kann nicht allen helfen: Bei einer Verteilaktion bricht ein Gerangel um die wenigen Essenspakete aus. Gleichzeitig wächst der Unmut unter den 80.000 Einwohner:innen der Stadt, die sich von den Behörden in Madrid im Stich gelassen fühlen.
Welche Zukunft bleibt den Menschen zwischen Abschiebung, Notunterkünften und der Hoffnung auf die Überfahrt auf das spanische Festland? Wie geht Spanien mit der Migrationskrise an der Grenze um?

Ceuta nach dem Grenzdurchbruch: Kein Essen, kein Dach, keine Zukunft? | Weltspiegel
Autor: Kristina Böker
Kamera: Abdelkader Doukia, José Manuel Chillarón
Schnitt: Marcel Wollner
Ton: Ignacio García
Mitarbeit: Maximilian Küstermann