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MrSpinnert 3 Stunden her
Ist diese Krebsvorsorge sinnlos?

Hautkrebs früh erkennen und entfernen, bevor er gefährlich wird. Eigentlich klingt das Hautkrebsscreening nach einer ziemlich guten Idee. Trotzdem steht die Untersuchung in ihrer bisherigen Form auf dem Prüfstand. Aber warum?

Eingeführt wurde das Screening 2008: Eine kostenlose Untersuchung für alle Menschen ab 35 Jahren - auch ohne konkreten Anlass, also auch ohne, dass man bereits selbst ein verändertes Muttermal gefunden hat. Die Hoffnung: Hautkrebs früher entdecken und dadurch Leben retten. Erste Studien waren extrem vielversprechend. Doch heute zeigt sich ein überraschendes Bild: Seit der Einführung des Screenings wird zwar deutlich mehr Hautkrebs gefunden, die Sterblichkeit ist dadurch aber nicht wesentlich gesunken.

Wie kann das sein? Gehen zu wenige Menschen zur Untersuchung? Werden zu viele harmlose Muttermale entfernt? Und finden wir beim Screening vielleicht vor allem langsam wachsende Tumoren, die nie gefährlich geworden wären, während besonders aggressive Formen zwischen zwei Terminen entstehen?

In diesem Video gehen wir fünf Spuren nach und schauen uns an, wie zuverlässig das Screening wirklich ist, warum mehr Diagnosen nicht automatisch mehr gerettete Leben bedeuten und welche Rolle neue Therapien, steigende Hautkrebszahlen und frühere Sonnenschäden spielen.

Klar ist: Das Hautkrebsscreening soll nicht einfach verschwinden. Aber möglicherweise müssen Untersuchungen gezielter bei den Menschen eingesetzt werden, die ein besonders hohes Risiko haben.

0:00 Ist die Hautkrebsvorsorge sinnlos?
2:08 Kein Einfluss auf die Sterblichkeit?
2:53 Gehen zu wenig Menschen hin?
5:05 Ist das Screening nicht genau genug?
6:56 Finden wir den falschen Krebs?
9:31 Liegt es an den steigenden Fallzahlen?
10.25 Zeigt sich der Einfluss vielleicht erst später?
11:52 Müssen wir die Hautkrebsvorsorge anpassen?

Ist diese Krebsvorsorge sinnlos? | Studio Q
Autor:innen: Janina Isabell Ruberg-Otto, Luca Rizzelli
Realisation: Katrin Krieft
Kamera und Schnitt: Lukas Anhalt
Grafik: Luisa Zanzani
Redaktion: Andrea Wille (WDR)
Produziert vom WDR

Hier geht’s zum Quellendokument
https://docs.google.com/document/d/1Sn81HHGoYi6hrKicX1L9zHkxC308K12G/edit