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MrSpinnert 2 Stunden her
Lithium Wundermittel fürs Gehirn oder gefährlicher Hype?

Lithium gilt seit Jahrzehnten als wirksames Medikament in der Psychiatrie. Nun weckt das Spurenelement niedrig dosiert auch Hoffnungen auf Schutz vor Alzheimer, weniger Suizide und bessere Stimmung. «Puls» zeigt, was wissenschaftlich belegt ist und wo der Hype zu viel verspricht.

Lithium Wundermittel fürs Gehirn oder gefährlicher Hype? | Puls | SRF Wissen

*Lithium als Demenz-Prophylaxe?*
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Lithium bei Alzheimer eine schützende Rolle spielen könnte. Anton Gietl, Leiter des Zentrums für Alterspsychiatrische Versorgung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, ordnet ein, wie aussagekräftig die Resultate sind und ob Menschen mit erhöhtem Alzheimer-Risiko bereits heute von einer vorsorglichen Einnahme profitieren könnten.

*Mehr Lithium, weniger Suizide?*
Frühere Studien deuteten darauf hin, dass Regionen mit höheren Lithiumkonzentrationen im Trinkwasser tiefere Suizidraten aufweisen. Daraus entstanden Forderungen, dem Trinkwasser zur Suizidprävention gezielt Lithium beizumischen. Lässt sich dieser Ansatz wissenschaftlich stützen? Eine aktuelle Schweizer Studie hat den Zusammenhang untersucht.

*Tägliches Lithium für einen positiveren Alltag?*
In den USA sind Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich, die mit besserem Wohlbefinden und psychischer Gesundheit werben. Ob die Mini-Dosen Lithium die Stimmung tatsächlich verbessern und welche langfristigen Auswirkungen die dauerhafte Einnahme hat, ist umstritten. Professor Gregor Hasler von der Universität Fribourg ordnet ein.

*Hochdosiertes Lithium: Wirksam mit Nebenwirkungen*
Seit Jahrzehnten wird das Medikament zur Behandlung bipolarer Störungen und therapieresistenter Depressionen eingesetzt. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Nieren- und Schilddrüsenprobleme, Zittern, Gewichtszunahme und in seltenen Fällen schwere Vergiftungen. Zwei Patientinnen schildern «Puls», wie hochdosiertes Lithium ihr Leben verändert hat – im Guten wie im Schlechten.

*«Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Lithium»*
Nehmen Sie bereits Lithium als Nahrungsergänzungsmittel ein und fragen sich, ob das gesundheitliche Risiken birgt? Oder ist ein Elternteil von Demenz betroffen, und möchten Sie wissen, ob Lithium als vorbeugende Massnahme sinnvoll sein könnte? Welchen Versprechungen darf man Glauben schenken, und wo ist die Faktenlage dünn? Hier geht es zum Chat-Protokoll:
https://www.srf.ch/wissen/wissens-chats/q-a-fragen-und-antworten-chat-zum-thema-lithium

👀 Direkt anschauen:
00:00 Intro
01:35 Lithium bei Depressionen
04:19 Lithium niedrigdosiert
06:17 Lithium im Trinkwasser
10:23 Wo kommt Lithium vor und wie wir es verabreicht?
11:22 Lithium gegen Demenz?
19:17 Was, wenn man zu viel Lithium einnimmt?
21:07 Was sind Anzeichen einer Lithiumvergiftung?
22:45 Die richtige Dosierung von Lithium
29:33 Thermalbad Zurzach: Lithium als Nahrungsergänzungsmittel

◾ Leitung: Thorsten Stecher
◾ Redaktion: Nicole Westenfelder
◾ Moderation: Daniela Lager

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