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MrSpinnert von , 3 Wochen her
Mandelas heimliche Krieger

„MK“: Dieses Kürzel steht für den bewaffneten Arm der Anti-Apartheid-Organisation African National Congress (ANC). Von Nelson Mandela 1961 gegründet, kamen unter dessen Leitung schwarze, indigene und weiße Revolutionäre zusammen. Die Doku porträtiert den Anführer der Guerillaarmee und ist all denjenigen gewidmet, die gegen rassistische Unterdrückung kämpften.

Im kollektiven Gedächtnis fest verankert sind die Bilder des Pazifisten Nelson Mandela, der nach beinahe 30 Jahren triumphierend das Gefängnis verlässt. Doch weniger präsent ist vielen, dass er zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, weil er eine als „terroristisch“ eingestufte Armee angeführt hatte.
Während seiner Haftzeit verließen Tausende junge Männer und Frauen heimlich Südafrika, um sich in den Trainingscamps in afrikanischen Nachbarländern und Sowjetstaaten der „Frontlinie“ anzuschließen. Inwiefern zwangen die Aktionen des MK die Regierung in Pretoria, Verhandlungen mit dem inhaftierten Mandela aufzunehmen? In welchem Maße trug der MK durch Anwendung von Waffengewalt zur Aufhebung des Apartheidsystems bei?
Die Kämpferinnen und Kämpfer des MK hatten ihre Jugend für die Befreiung ihrer Heimat geopfert und waren davon überzeugt, über die Geschicke eines neuen Südafrikas mitzubestimmen. Heute heißt es immer häufiger, dass ihr Beitrag für das Ende der Apartheid letztendlich nicht ausschlaggebend gewesen sein soll.
Verschiedene Generationen des MK erinnern sich an den steinigen Weg, der mit ihrem Eintritt in die Gruppierung begann und zur Befreiung Südafrikas vom Apartheidregime führte. Was ist aus ihrem Leben, aus ihren Träumen geworden? Und aus dem Erbe Nelson Mandelas – des ersten gewählten schwarzen Präsidenten des Landes am Kap, das heute von Korruption und Ungleichheit heimgesucht wird.

Mandelas heimliche Krieger | Doku HD | ARTE
Dokumentation von Osvalde Lewat (F 2022, 57 Min)