Zum Hauptinhalt springen

 

MrSpinnert 12 Stunden her
Täglich 4 Femizide: Brasiliens Kampf gegen Männergewalt

In Brasilien werden täglich vier Frauen durch Männer ermordet – ein Negativrekord. Gleichzeitig verbreiten Influencer der sogenannten Red-Pill-Szene in sozialen Netzwerken ein Weltbild, das Frauen herabsetzt und Machismo verherrlicht – Beleidigungen, Dominanz und sogar Aufrufe zu Gewalt gegenüber der Partnerin.

Für diese Reportage begleitet ARD-Korrespondentin Xenia Böttcher Jaderluce Anísio. Ihre Tochter Alana überlebte einen mutmaßlichen Mordversuch durch einen Nachbarn, dessen Annäherung Alana zurückgewiesen hatte. Nun gab es die erste Anhörung vor Gericht.

Der Soziologielehrer Sandro Justo setzt sich an Schulen dafür ein, dass es gar nicht erst so weit kommt. Gemeinsam mit seinem Team leistet er Präventionsarbeit mit Jugendlichen, die mit ihm erstmals offen über ihre Gefühle sprechen können. Für diese Reportage blickt ARD-Korrespondentin Xenia Böttcher aber auch in ein Projekt für Männer, die bereits gewalttätig wurden. Dort sprechen Täter darüber, wie sie Frauen psychisch oder physisch verletzt haben – und wie sie heute damit umgehen.

Täglich 4 Femizide: Brasiliens Kampf gegen Männergewalt | Weltspiegel
Autorin: Xenia Böttcher
Kamera: L. Cardoso/ L. Bartels
Schnitt: Luciana Metri
Mitarbeit: Madé Mendonça

00:00 Überlebt mit 50 Messerstichen: Alana am Gericht
02:08 Besuch bei Alanas Familie
03:56 Die „Red Pill“-Szene: Frauenhass im Netz
05:42 Prävention an Schulen: Soziologielehrer Sandro Justo im Einsatz
09:55 Arbeit mit Tätern: Gewaltspiralen durchbrechen
13:00 Alana am Gericht
13:27 Fazit: Wege aus dem Machismus