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MrSpinnert vor 6 Jahren
Friedrich Hebbel – „Nachtlied“

Friedrich Hebbel – „Nachtlied“ (1836)

Rezitation: Christian Brückner
von der CD „Gelassen stieg die Nacht ans Land: Deutsche Abend- und Nachtgedichte“
erschienen im Parlando Verlag

Text:

Quellende, schwellende Nacht,
Voll von Lichtern und Sternen:
In den ewigen Fernen,
Sage, was ist da erwacht?

Herz in der Brust wird beengt,
Steigendes, neigendes Leben,
Riesenhaft fühle ichs weben,
Welches das meine verdrängt.

Schlaf, da nahst du dich leis,
Wie dem Kinde die Amme,
Und um die dürftige Flamme
Ziehst du den schützenden Kreis.

Bilder: Collage

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