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MrSpinnert hat ein neues Medium hochgeladen, 0711 HipHop made in Stuttgart – von der Kolchose zum Kult
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0711 HipHop made in Stuttgart – von der Kolchose zum Kult
0711 HipHop made in Stuttgart – von der Kolchose zum Kult
Ganz HipHop-Deutschland schaut nach Stuttgart. Hier – wo vor 30 Jahren alles begann – kommt die 0711-Crew zu einem einzigartigen gemeinsamen Konzert wieder zusammen. Anfang der 90er gründeten Manager Strachi und Schowi von den Massiven Tönen ihr Kreativnetzwerk, das maßgeblich dazu beigetragen hat, deutschen HipHop aus Stuttgart heraus in ganz Deutschland erfolgreich zu machen. In einer Doku blicken die beiden Deutsch-Rap-Pioniere jetzt zum ersten Mal gemeinsam mit Wegbegleitern wie Max Herre von Freundeskreis, Afrob, Clueso, Jan Delay oder Michi Beck von den Fantastischen Vier auf alle Geschichten dieser legendären Zeit zurück – und berichten von einem hollywoodreifen Betrugsfall, der fast das Ende für sie bedeutet hätte.
Von den Anfängen in den Stuttgarter Jugendhäusern über die legendäre Kolchose bis hin zum 0711-Büro: Rap-Legenden wie Schowi von den Massiven Tönen, Max Herre von Freundeskreis oder Michi Beck von den Fantastischen Vier blicken zusammen mit Weggefährten wie Jan Delay oder Clueso auf eine Zeit zurück, in der Musikgeschichte geschrieben wurde. Die Dokumentation „0711 – HipHop made in Stuttgart“ blickt auf eine Ära voller Erfolg, aber auchHerausforderungen zurück – erstmals spricht Schowi auch über den Betrugsfall, der das 0711-Imperium erschütterte – und begleitet die Rückkehr der Pioniere zu einem besonderen Ereignis: dem „30 Jahre 0711 Family Jam“ auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Die Doku ist ab dem 10. Juni 2026 in der ARD Mediathek verfügbar. Am 4. Juli 2026 um 0:05 Uhr wird sie im SWR ausgestrahlt.
Eine Erfolgsgeschichte aus Stuttgart
In den 1990ern entwickelte sich Stuttgart rund um die Jugendhäuser Mitte und West zum zentralen Ort der deutschen HipHop-Szene. Hier entstand die legendäre Kolchose, eine Künstlergemeinschaft mit Talenten wie Massive Töne, Afrob, Max Herre und Freundeskreis, die Rapmusik politisch, tanzbar und massentauglich machte. Getragen von einer lebendigen Clubszene und dem „Benztown-Stil“ wurde Stuttgart zu einem zentralen Ort für HipHop in Deutschland.
Mit der Gründung des 0711-Büros im Jahr 1996 legten Schowi (Jean-Christoph Ritter) und Strachi (Johannes Strachwitz) den Grundstein für die Professionalisierung der Szene. Durch Projekte wie das Label Kopfnicker Records, eine eigene Booking-Agentur und Großevents wie das „MTV HipHop Open“ schufen sie eine Struktur, die es dem Stuttgarter HipHop ermöglichte, deutschlandweit erfolgreich zu werden.
Vom Höhenflug zum Tiefpunkt
Nach dem Höhepunkt 1999, als vier Stuttgarter Acts zeitgleich die deutschen Album-Charts dominierten, geriet das 0711-Imperium durch einen Betrugsfall ins Wanken. Nach dem allgemeinen Abflauen des HipHop-Hypes wurden Schowi und Strachi von ihrem Buchhalter um über 400.000 Euro betrogen – ein Fall, der ihr finanzielles Fundament und Vertrauen erschütterte. In der Doku „0711 – HipHop made in Stuttgart“ sprechen sie erstmals offen über diese dunkle Zeit und ihre anschließende Neuerfindung als Agentur und Holding.
Ein Familientreffen im Kessel
Beim „30 Jahre 0711 Family Jam“ im Mai wurde der Stuttgarter Schlossplatz zum Schauplatz eines unvergesslichen HipHop-Spektakels. Alte Weggefährten wie Toni L, Torch, Cora E., Dendemann und Die Beginner kehren zurück in den Kessel und ließen die Bühne beben, als wäre es wieder 1999. Die Doku fängt sowohl die energiegeladenen Momente auf der Bühne als auch die persönlichen Augenblicke hinter der Bühne ein. Gemeinsam mit Größen wie Michi Beck, Clueso, Jan Delay, Samy Deluxe, Das Bo und Curse blickt sie zurück auf die Anfänge und die kulturelle Bedeutung der „Mutterstadt“ Stuttgart als Wiege des deutschen HipHop.
0711 HipHop made in Stuttgart – von der Kolchose zum Kult | SWR Doku