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MrSpinnert von MrSpinnert, vor 1 Monat
Das Erbe des Arabischen Frühlings (2/2)

Das grausame Erbe des Arabischen Frühlings sind die Kriege in Syrien und Libyen. Hunderttausende starben, Millionen sind auf der Flucht. Die Terrormiliz IS herrschte zeitweise über weite Teile des Irak und Syriens. Aber es gibt auch Hoffnung: Die Altstadt in Mossul wird wiederaufgebaut, in Libyen schweigen (zeitweise) die Waffen, in Tunesien entstehen nachhaltige politische Strukturen.

Das grausame Erbe des Arabischen Frühlings sind die verheerenden Kriege in Syrien und Libyen. Hunderttausende starben, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staates herrschte zeitweise über weite Gebiete in Irak und Syrien. Syrien und Libyen sind inzwischen zum Schlachtfeld externer Mächte geworden. In beiden Ländern stehen sich die Türkei und Russland gegenüber und kämpfen um Einfluss in Anrainerstaaten des Mittelmeeres – vor der Haustür der EU.Trotz dieser verheerenden Entwicklungen – die soziale und politische Situation hat sich in den arabischen Ländern nicht geändert, der Reformdruck ist weiter sehr hoch. Deshalb gehen die Menschen nach wie vor auf die Straßen, um wie 2011 Veränderungen zu erzwingen. Im Irak und dem Libanon demonstrierten 2019 und 2020 Zehntausende, um die verkrusteten Strukturen aufzubrechen, bislang vergeblich.Der Arabische Frühling – ein Fehlschlag? Es gibt auch ermutigende Zeichen: Die Altstadt von Mossul, fast völlig in den Kämpfen zwischen IS und den Befreiern zerstört, wird wieder aufgebaut. In Tunesien entwickeln sich lokale Initiativen, um die verheerende wirtschaftliche Situation vieler Menschen zu verbessern.

Dokumentation von Michael Richter (Algerien/Tunesien 2020, 52 Min)

Das Erbe des Arabischen Frühlings (2/2) | Doku | ARTE