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Straßenfußball: Bolzplätze als Kulturerbe
Straßenfußball: Bolzplätze als Kulturerbe
Vergessen wir mal die FIFA und die Korruption: Das wahre Spiel fand schon immer auf dem Bolzplatz statt. Ort der Freiheit. Nun hat die Unesco die Bolzplatzkultur zum immateriellen Kulturerbe erklärt.
Zwei Tore, ein paar Linien. Nach der Schule treffen sich die Kinder aus dem Viertel und spielen Fußball. Nach ihren eigenen Regeln. Auf dem Bolzplatz gilt: Der Ball ist rund. Alles andere ist Verhandlungssache. Vergessen wir die Debatten um rote Karten und Anrufe an die FIFA, um korrupte Vergabeverfahren und astronomische Ticketpreise: Das wahre Spiel fand schon immer auf dem Bolzplatz statt. Ort der Freiheit - unabhängig von Herkunft, Sprache, sozialem Hintergrund.
Nun hat die deutsche Unesco-Kommission die Bolzplatzkultur zum Kulturerbe erklärt. Wir besuchen bayerische Bolzplätze, u. a. mit dem Verein Buntkichtgut, dem Fußballsoziologen Tim Frohwein und der ehemaligen FC Bayern Torhüterin Gabi Hackenbuchner. Gewinnen, Verlieren: Auf dem Bolzplatz ist das zweitrangig. Der Mensch will Spielen. Hier kann er es. Ein Freiraum, der in Zeiten von urbaner Nachverdichtung auch: bedroht ist. Jetzt ist er ganz offiziell: ein Kulturort. Zu Recht. Und wenn Ihr genau hinhört: Der legendäre BR/ARD Fußballkommentator Bernd Schmelzer hat für unseren Beitrag auch kommentiert!
Straßenfußball: Bolzplätze als Kulturerbe | Capriccio | BR
Ein Film von Florian Neumaier