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MrSpinnert 5 Stunden her
Wie meisterten indigene Völker extreme Lebensräume? | Amerika vor Kolumbus

Die zweite Folge der vierteiligen Reihe beleuchtet Strategien, mit denen die Menschen ihr Überleben sichern. Sie haben neues Land besiedelt, doch jetzt sie müssen Wege finden, um in dieser neuen Umgebung zu bestehen. In der Landwirtschaft spiegeln Mais und Kartoffeln eine herausragende Rolle und haben für die Völker stets auch eine spirituelle Bedeutung. Wie archäologische Funde belegen, wird bereits damals eine Art Wechselwirtschaft betrieben, um den Boden über Jahre hinweg nutzen zu können. Wo die Erde von Natur aus unfruchtbar ist, wird sie mit intelligenter Abfallnutzung fruchtbar gemacht. Völker in maritimer Umgebung jagen Seehunde und Wale. Vor allem die Inuit im Norden praktizieren eine Jagd, in der praktische und spirituelle Methoden Hand in Hand gehen. Auch den Gedanken der Nachhaltigkeit scheint es bei den indigenen Völkern gegeben haben, denn sie achten bewusst darauf, zum Beispiel beim Lachsfang immer einige Tiere entkommen zu lassen, damit die Art erhalten bleibt. Bei der Jagd zu Land werden neue Ansätze gefunden, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Dazu gehört zum Beispiel der Büffelsprung – eine Art Treibjagd, bei der die Tiere massenweise Steilhänge hinabstürzen und zu Tode kommen. Die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents sind auch an ihren unterchiedlichen Siedlungsformen zu erkennen. Während die Inuit im Norden Iglus aus Eis bauen, legen die Pueblo in Südwest-Nordamerika mehrstöckige Wohnhäuser an. Die Azteken gründen ihre Hauptstadt auf einer künstlich erweiterten Insel, während Indianer in Nordamerika das Tipi erfinden – eine tragbare Behausung für die Büffeljagd. Jede Umgebung stellt eigene Herausforderungen, doch die Menschen meistern sie mit kreativem Geschick und finden Lösungen, die zum Teil bis in heutige Tage überdauert haben.

Wie meisterten indigene Völker extreme Lebensräume? | Amerika vor Kolumbus (2021)