Zum Hauptinhalt springen

 

MrSpinnert vor 58 Jahren
Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968)

„Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1968 geschrieben und inszeniert von Alexander Kluge.

Der Artist Manfred Peickert will seinen Direktor zu einer noch nie dagewesenen Elefantennummer überreden, kommt aber zuvor durch einen Sturz vom Trapez ums Leben. Seine Tochter Leni beabsichtigt das neuartige Projekt in einem eigenen Reformzirkus doch noch zu verwirklichen. Sie berät sich mit ihrem Freund Dr. Busch, doch die Pläne scheitern an Geldmangel. Als Leni jedoch ein Vermögen erbt, scheint das Projekt machbar zu sein. Doch je näher die Premiere rückt, desto unsicherer wird Leni. Schließlich liquidiert sie das Unternehmen und geht mit ihren Mitarbeitern zum Fernsehen.


Nach dem Tod ihres Vaters will Artistin Leni Peickert dessen Utopie fortführen und einen Reformzirkus gründen.

Trapezkünstler Manfred Peickert hat einen gewagten Plan: Er will gemeinsam mit einem Elefanten unter der Zirkuskuppel auftreten. Aber bevor er seinen Traum verwirklichen kann, stürzt der Artist ab und bricht sich das Genick. Nach seinem Tod will seine Tochter Leni die Ideen ihres Vaters weiterentwickeln, den Zirkus, den sie so liebt, verändern und einen eigenen Reformzirkus gründen.

Leni spricht mit Kollegen, zieht bei der Konkurrenz Erkundigungen ein. Aber ihr Finanzierungsgerüst bricht zusammen, die Elefanten werden von den Gläubigern abtransportiert. Erst als ihre wohlhabende Freundin Gitti stirbt und Leni ihr Vermögen erbt, nimmt der eigene Zirkus Gestalt an. Artisten werden engagiert, die Proben laufen, die Presse ist unterrichtet. Aber Leni sieht ein, dass sie nicht Artistin bleiben kann, wenn sie freie Unternehmerin sein will. Nur als Kapitalist ändert man das, was ist. Sie sagt die Premiere ab und geht zum Fernsehen: „Die Utopie wird immer besser werden, während wir auf sie warten.“

Alexander Kluges politische Parabel über die Rolle des Künstlers und die Möglichkeiten und Grenzen der Produktion von Kunst wurde 1968 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. (Sendetext VOX)

Darsteller:

  • Hannelore Hoger – Leni Peickert
  • Sigi Graue – Manfred Peickert
  • Alfred Edel – Dr. Busch
  • Bernd Hoeltz – Herr von Lütow
  • Eva Oertel – Gitti Bornemann
  • Kurt Jürgens – Dompteur Mackensen
  • Gilbert Houcke – Dompteur Houke
  • Wanda Brońska-Pampuch – Frau Saizewa
  • Herr Jobst – Impresario
  • Hans-Ludger Schneider – Assessor Korti
  • Klaus Schwarzkopf – Philologe Gerloff
  • Nils von der Heyde – Pressechef Arbogast
  • Fritz Hollenbeck – Sprecher