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MrSpinnert vor 12 Monaten
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Kloake statt Strandidylle an englischen Küsten

In England leiten private Wasserunternehmen Abwasser in Seen, Flüsse und Küstengewässer – inklusive Fäkalien. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern sorgt auch bei der Bevölkerung für wachsende Empörung. Im ostenglischen Küstenstädtchen Whitstable sind Fischer*innen und Anwohner*innen die braune Suppe an ihrer Küste leid.

Whitstable ist bekannt für seine frischen Austern und die malerische Küste. Doch die Idylle ist bedroht: Mit Fäkalien verseuchtes Abwasser verschmutzt die Nordsee und wird zur Gesundheitsgefahr für Anwohner und Touristen.
Die leidenschaftliche Schwimmerin Catherine Chapman prüft mittlerweile vor jedem Gang in die Nordsee mithilfe einer App, ob das Schwimmen für sie gefährlich werden kann. Aus Wut über die Verschmutzung des Wassers gründete die Pilates-Lehrerin 2021 gemeinsam mit Freunden die Protestgruppe "SOS-Whitstable".
Die privaten Wasserversorger in England investierten lange zu wenig in den Ausbau des Kanalsystems, während die Bevölkerung stetig wuchs. Heute ist das Netz insbesondere bei Regen oft überlastet. Das führt dazu, dass immer wieder ungeklärtes Abwasser in britische Gewässer abgeleitet wird. Allein im Jahr 2023 wurden in England mehr als 450.000 solcher Vorfälle registriert.
Für Whitstable sind die Folgen gravierend. Fischer wie Philip Edwards leiden unter der Verschmutzung der Nordsee und dem Schwund der Meerestiere in der Region. Auch die Austernzucht, das Markenzeichen des Städtchens, ist betroffen: Die Austern müssen tagelang in Reinigungstanks gelagert werden, bevor sie für den Verzehr freigegeben werden können.
Die Abwassereinleitungen sind landesweit ein Problem. Im November 2024 schließen sich über 10.000 Menschen zusammen, um in London zu protestieren. Sie fordern von der Regierung unter Premierminister Keir Starmer ein Ende der Abwassereinleitungen und eine Reprivatisierung der Wasserwirtschaft. Werden sie ihr Ziel erreichen?

Kloake statt Strandidylle an englischen Küsten | ARTE Re:
Reportage (D 2024, 30 Min)