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MrSpinnert vor 9 Monaten
Ob Auto oder Bahn: Macht Pendeln uns krank?

Zwischen Straße und Schiene: Wie geht es Pendlern bei ihrem Kampf gegen die Zeit und dem Frust auf dem Weg zur Arbeit?

20 Millionen Menschen pendeln täglich für ihren Job – und versuchen im Auto oder in der Bahn nicht die Nerven zu verlieren. Stefan Hoch ist einer von ihnen. Morgens früh um fünf Uhr steigt er vor seinem Einfamilienhaus in Wittenberge ins Auto. Wenn er gegen acht Uhr auf der Arbeit ankommt, hat er schon eine dreistündige Reise hinter sich. Nach dem Arbeitstag macht er sich wieder auf diesen Weg, nur in entgegengesetzter Richtung. Vierzehn Stunden nach seinem Aufbrechen ist er wieder zu Hause, und am nächsten Morgen geht es wieder los. Fünf Tage die Woche – ein Leben auf Achse.
Längst nicht Pendler haben so weite Wege zu fahren wie er, aber die meisten können dennoch ein Lied singen von langen Tagen und nervenaufreibenden Unwägbarkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, bevor sie auch nur eine Minute auf der Arbeit verbracht haben. Und zum Pendel-Stress wird die Fahrt, wenn Langzeitbaustellen, marode Brücken oder die schiere Menge an Autos zu unvermeidlichen Stausituationen führen, oder wenn Züge der Deutschen Bahn entweder verspätet kommen oder ganz ausfallen. Nach dem Motto: das einzig Zuverlässige ist die Unplanbarkeit.

Täglich pendeln Tausende Menschen in die großen Städte ein; eine enorme Belastung für die Metropolen, die tagsüber eine Vielzahl von Menschen, aber auch von Autos aufnehmen müssen. Von Verkehrswende ist da kaum etwas zu spüren. Zwei Drittel der Pendler benutzen das Auto, die allermeisten sitzen allein in ihrem Fahrzeug. Mit welchen Maßnahmen könnte Abhilfe geschaffen werden? Wie können Verkehrssysteme noch resilienter und Städte noch nachhaltiger gestaltet werden, wie Verkehrsmittel noch umweltfreundlicher, um auch in Zukunft den riesigen Pendlerströmen standzuhalten? Denn klar ist, dass es eine absehbare Zukunft ohne Pendeln wohl kaum geben wird.

In der ARD Story Pendler-Stress – Nation auf Achse“, begleitet Autor Kristof Kannegießer Menschen in ihrem Alltag und auf den Arbeitswegen. Welche Probleme erleben sie und welche Vorteile erkaufen sie sich durch das Pendeln? Wie wirkt sich das Pendeln auf das Leben der Betroffenen aus – auf ihre Gesundheit, auf die Leistungsfähigkeit im Beruf, auf soziale Beziehungen und die Partnerschaft? Und welche Träume können sie dadurch auch verwirklichen? Und er spricht mit Experten und Wissenschaftlern darüber, wie sich das Pendeln auf die Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt und was unternommen werden könnte, um die Situation zu verbessern.

Ob Auto oder Bahn: Macht Pendeln uns krank? | Doku | NDR | Story

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