Zum Hauptinhalt springen
  556
MrSpinnert vor 2 Jahren
Caro Claire Burkes Erstlingswerk „Yesteryear“ vereint Elemente des psychologischen Thrillers mit bissigem Humor. Die Geschichte einer „Tradwife“-Influencerin, die sich unvermittelt im 19. Jahrhundert wiederfindet, hat bereits international für Aufmerksamkeit gesorgt und wird von namhaften Autorinnen wie Nita Prose und Roxane Gay empfohlen. Das Buch thematisiert die Diskrepanz zwischen Online-Inszenierung und ungeschönter Realität.
„Perfect Days“ – die Philosophie des perfekten Tags

In seiner Analyse zu Wim Wenders Film „Perfect Days“ zieht Gert Scobel einen Vergleich zu Robert Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“.
Alles ist veränderlich und vergänglich – wie das Spiel der Blätter. Diese zutiefst buddhistische Weisheit zeigt eine nahe Verwandtschaft zum japanischen Begriff „Komorebi“, der in Wenders Film eine zentrale Rolle spielt. In ähnlicher Weise trifft dies auf den ,anderen Zustand‘ in Musils Hauptwerk zu. Beide Begriffe vereinen eine künstlerisch-ästhetische Ebene mit spiritueller Anschauung.

Welche Inspiration er aus beiden Werken schöpft, erklärt Gert Scobel eindrücklich in diesem Video.

Weiterführende Links und Quellen:

  • Gilles Deleuze, Félix Guattari: Rhizom, 1977
  • Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, 1930
  • Jun’ichirō Tanizaki: Lob des Schattens, 1933
  • Michael Hampe: Wozu, 2024

„Perfect Days“ – die Philosophie des perfekten Tags | Gert Scobel