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MrSpinnert vor 5 Monaten
Warum stehen wir so auf Konkurrenz?

Jeder hat in seinem Leben mit ihr mehr oder weniger zu kämpfen: Konkurrenz. Von Kindheit an vergleichen wir uns mit anderen. Doch warum stehen wir so auf Konkurrenz? Schließlich gehen mit ihr Druck und schmerzvolle Niederlagen einher. Können wir Menschen gar nicht anders, als miteinander zu konkurrieren? Ab wann ist Konkurrenz nützlich und ab wann schadet sie uns?

Ob beim Kampf um den besten Parkplatz, das letzte Kuchenstück, der Sieg beim Spielen gegen Bruder oder Schwester oder beim Wettbewerb um den Traumjob – Konkurrenz gibt es überall. Sie findet sich auch in der Natur, zum Beispiel bei Pflanzen um das meiste Sonnenlicht. Dass Konkurrenz vor allem von Ressourcenknappheit bestimmt wird, habe bereits Charles Darwin erkannt, erklärt Evolutionsbiologe David Lathi von der City University of New York.
Sind wir Menschen erst einmal mitten im Konkurrenzkampf, übernimmt bei vielen das "innere Wettkampftier". "Man wechselt in so einen Instinkt-Modus, man ist da gar nicht mehr wirklich so aktiv am Nachdenken", sagt der ehemalige Rennradprofi Rick Zabel. Grund dafür sei ein Hormoncocktail in unserem Gehirn, der uns in solchen Situationen Dinge tun lasse, die wir eigentlich nicht tun könnten, erklärt Maren Urner, Neurowissenschaftlerin an der Fachhochschule Münster.
Die Belohnung von Konkurrenz ist aber nicht nur der Sieg in einem Wettbewerb, das Konkurrieren hilft uns auch, uns selbst zu verbessern. Daher spielt schon in der Kindheit das "Sich-miteinander-messen" eine bedeutsame Rolle. Durch diese Art des sozialen Lernens bekämen Kinder ein wichtiges Feedback zu ihren aktuellen Fähigkeiten und ihrem Verhalten, erklärt Ursula Oberst, Psychologin an der Ramon-Llull-Universität in Barcelona. Und trotzdem stellt sich die Frage, ob Konkurrenzdruck und das Verlieren im Wettkampf nicht auch negative Folgen für uns selbst und unsere Gesellschaft mit sich bringen.

Warum stehen wir so auf Konkurrenz? | 42 – Die Antwort auf fast alles | ARTE
Dokumentationsreihe; Regie:Adrian Dittrich (D 2025, 28 Min)

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